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Veröffentlicht : August 23, 2007 | Autor : arthrose-kniegelenk
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 2082

  

Das Kniegelenk

Ober- und Unterschenkelknochen sind durch das Kniegelenk wie ein Scharnier gegeneinander beweglich. Leichte Drehungen werden durch Bänder und Sehnen ermöglicht. Im Laufe eines Menschenlebens ist dieses Gelenk fortwährend Belastungen ausgesetzt, was früher oder später zu Verschleißerscheinungen führen kann. Diese normalen Verschleißerscheinungen können durch extreme Belastung, zum Beispiel durch Sport, Übergewicht oder eine Fehlstellung des Bewegungsapparates schneller voranschreiten. Eine Arthrose entsteht, das heißt, der Kniegelenksknorpel wird irreparabel geschädigt. Kniegelenksarthrose führt zu massiven Einschränkungen der Beweglichkeit und ist mit starken Schmerzen verbunden. Da sich ein einmal geschädigter Kniegelenksknorpel nicht mehr regeneriert, ist in vielen Fällen das Einsetzen einer Knieprothese erforderlich.

Wann ist eine Knieprothese sinnvoll?

Bevor man das Einsetzen einer Knieprothese erwägt, sollten sämtliche chirurgischen und nichtchirurgischen Möglichkeiten ausgeschöpft sein. Bestehen starke Schmerzen, ist die Bewegungsfähigkeit massiv eingeschränkt oder verursacht die Kniearthrose eine starke Fehlstellung des Kniegelenks, ist eine Knieprothese angezeigt.

Wie funktioniert die Knieprothese?

Bei einer Knieprothese wird das Kniegelenk teilweise oder ganz ersetzt. Ist nur eine Seite des Kniegelenks beschädigt, kommt eine Teilprothese (Schlittenprothese) zum Einsatz. Bei einer kompletten Beschädigung des Kniegelenks wird das ganze Kniegelenk durch ein künstliches ersetzt. Dabei besteht der Gelenkteil der Prothese aus einem speziellen Metall, der Gelenksknorpel aus flexiblem Kunststoff. Die Prothese wird implantiert und ist für normale Belastungen ausgelegt, stärkere Belastungen, insbesondere heftige Stoß- oder Drehbelastungen, sollte man mit einem künstlichen Kniegelenk nicht mehr ausführen

Risiken und Prognose

Wie bei jeder Operation gibt es auch bei der Knieprothese Risiken. Dazu zählen zum einen normale Operationsrisiken wie Thrombose oder Infektionen. Darüber hinaus kann sich die Prothese jedoch auch lockern, so dass eine Nachoperation erforderlich ist. Außerdem ist auch ein künstliches Kniegelenk nicht unendlich haltbar, so dass eine Operation meist erst bei Patienten ab 60 Jahren eingesetzt wird.

Markus Tjoa,
tjoa@alphaklinik.de




 

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