Die Zahl der kostenpflichtigen Dienstleistungen und Produkte im Internet hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Beispielsweise immer mehr E-Mail-Anbieter bieten sogenannte "Premium-Accounts" an, die einen Mehrwert gegenüber der kostenlosen Dienstleistung mit sich bringt. Online-Redaktionen wie z.B. spiegel.de bieten seit einigen Jahren vermehrt kostenpflichtige Inhalte an. Viele Anbieter, wie auch dieser, wählen eine Kombination zwischen kostenlosen und -pflichtigen Inhalten bzw. Diensten.
Durch das Sinken der Werbepreise sind Dienstleister teilweise gezwungen, statt werbefinanzierte Dienste auch oder sogar lediglich kostenpflichtige Leistungen anzubieten.
Doch die "Kostenlos-Kultur" ist nicht zuende. Wo es etwas umsonst gibt, ist meist auch Nachfrage da.
Produktproben sind nach wie vor sehr beliebt. Zwar bekommt man selten sehr wertvolle Produkte bzw. Proben davon zugesandt, der Reiz des Kostenlosen ist jedoch meist stark. Allerdings schrecken unseriöse Produktproben-Dienstleister, die für ein paar Euro im Monat viele kostenlose Proben versprechen, Konsumenten teilweise ab. Statt Produktproben erwartet einen hierbei oft eine Werbeflut, z.B. erhält man "kostenlose" Kataloge; nicht selten wird außerdem die Adresse an Dritte weitergegeben. Abgesehen davon gibt es jedoch einige Markenhersteller, die in der Tat Produktproben versenden. Eine manuelle Anmeldung ist jedoch empfehlenswert und oftmals auch erforderlich.
Kostenlos angeboten wird im Netz z.B. teilweise auch Software, die man direkt downloaden kann Die meist als Freeware bezeichnete Alternative zu kostenpflichtiger Software ist zwar nicht in jedem Fall besser, kann aber dazu beitragen, bares
Geld zu sparen.
Oft unterschätzt wirkt das größte kostenlose Angebot, das im Internet angeboten wird. Gemeint ist das Wissen und die Inhalte der Vielzahl von Websites im World Wide Web. Doch diese werden von den meisten Surfern als selbstverständlich hingenommen. Da dieses Angebot immer mehr an Umfang zunimmt und die Qualität teilweise schlecht eingeschätzt werden kann, wird es jedoch schwerer, es zu nutzen.
Sebastian Wylag -
madn@gmx.de