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Jeder kennt das geflügelte Wort vom „Kredithai". Wer einen Kredit aufnehmen will, sollte möglichst nicht an einen solchen geraten. Doch woran erkennt man einen Kredithai und was ist typisch für ihn? Und, nicht zuletzt, warum nehmen Leute dort Kredite auf? Der Kredithai wird stets mit unseriösen Methoden in Verbindung gebracht. Der Kredit wird zu extrem hohen Zinsen vergeben – die Gier des Hais ist hierbei bildlich. Die tatsächliche Zahlungsfähigkeit des Kunden wird nicht überprüft, ebenso erfolgt die Herausgabe als Blankokredit ohne Kreditsicherheiten. Ein Kredithai arbeitet illegal, er hat keine Genehmigung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Wenn Raten oder Rückzahlungen ausbleiben, treibt der Kredithai diese mit illegalen Methoden, bis hin zur Gewaltandrohung, ein.
Woran erkennt man nun einen Kredithai, wenn man auf der Suche nach einem passenden Kredit ist? Viele Verbraucherzentralen warnen vor Krediten ohne Schufa, die Vergabe solcher Kredite ist oft unseriös und kann unverantwortliche Folgen haben. Auch bei hohen Zinsen – selbst bei kurzer Laufzeit – sollte man sehr vorsichtig sein. Ebenso, wenn Bearbeitungs- oder Vermittlungsgebühren vorab verlangt werden: hier kann die Gefahr bestehen, dass anschließend gar keine Kreditvergabe erfolgt. Oft wendet man sich an einen Kredithai, wenn man seinen Verpflichtungen bei bestehenden Krediten seriöser Anbieter nicht mehr nachkommen kann. Wer aufgrund seiner Einträge keinen Kredit mehr bekommt, aber trotzdem Geld für eine Anschaffung oder Rückzahlung benötigt, geht zu einem Kredithai.
Wenn keine Besserung der eigenen Finanzlange durch erhöhte Einkünfte in Sicht ist, kann die Aufnahme unseriöser Kredite oft in die Schuldenfalle führen. Als Betroffener sollte man sich an eine Verbraucherzentrale oder einen Kreditsachverständigen wenden. Wenn der Kreditvertrag dort als sittenwidrig eingestuft wird, braucht der Schuldner die Zinsen nicht zu zahlen. Aber auch wenn es dafür schon zu spät ist, kann eine hilfreiche Schuldnerberatung erfolgen.
Sabrina Fries sabrina.fries@googlemail.com
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