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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : September 12, 2007 | Autor : globalcom
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 1358

  
Gesunde Kniegelenke werden von Kreuzbändern und Außenbändern zusammengehalten und zentral stabilisiert. Die Kreuzbänder sind für die Roll-Gleitbewegung des Kniegelenks verantwortlich.
Bei Kreuzbandrissen und Verletzungen vom vorderen oder hinteren Kreuzband empfiehlt sich meist die Operation, damit die Stabilität des Kniegelenks wieder hergestellt werden kann – unbehandelt führen Kreuzbandverletzungen häufig zu einer dauerhaften Funktionseinschränkung des Kniegelenks.
Durch die Kreuzbandoperation unter Vollnarkose oder lokaler Betäubung soll die Gelenkfunktion nach Möglichkeit wiederhergestellt werden, nicht operative Behandlungsmethoden sind hier bislang noch wenig Erfolgreich.
Wenn es sich nicht um einen akuten Notfall handelt, wird erst operiert, wenn das Gelenk nicht mehr durch eine Entzündung angeschwollen ist.
Für die Operation wird eine Druckmanschette angelegt, die die Blutzirkulation unterhalb des Oberschenkels unterbindet und so den Blutverlust gering hält.
Als Operationsverfahren bieten sich mehrere Methoden an.
Noch vor ein paar Jahren mussten immer größere Schnitte am Kniegelenk gemacht werden für den Ersatz eines Kreuzbandes, heute reicht oft neben dem kleinen Einstich, der für die Kniegelenkspiegelung notwendig ist, ein weiterer kleiner Schnitt am Schienbeinkopf aus um die gesamte Operation zum Ersatz eines Kreuzbandes ausführen zu können, bei dem die Kreuzband-Ersatzsehne im Gelenk verankert wird.
Zunächst wird durch einen Hautschnitt der Zugang zum Kniegelenk eröffnet für eine Spiegelung.
Hierbei wird eine Flüssigkeit in den Innenraum des Gelenks eingeleitet, die das Einführen eines Arthoskops erleichtert.
Mit dem Arthoskop werden die Gelenkstrukturen für den Operateur sichtbar gemacht.
Gerissene Kreuzbänder können nun ersetzt werden durch körpereigene Sehnen aus dem Ober- oder Unterschenkelbereich, durch Fremdsehnen von Spendern oder durch umgelagerte Bänder des eigenen Kniegelenks, die anatomisch gerecht in das Gelenk eingezogen werden.
Das Ersatzband muss fixiert werden mit Hilfe von Dübeln, Schrauben und Nähten.
Manchmal, wenn das Kreuzband mit einem verbliebenen kleinen Stück Knochen ausgesprengt wurde, kann man es an seinem knöchernen Ansatz mit einer Schraube wieder befestigen.
Mit Hilfe von Zielgeräten werden exakte Bohrkanäle angelegt.
Die Fixierung kann mittels eines Stifts aus Biomaterial und einer Knochenschraube im Schienbeinkopf vorgenommen werden. Wird auch die Knochenschraube aus Biomaterial gewählt, löst sie sich - wie der Stift aus Biomaterial nach 3 Jahren auf und es muss nachträglich kein Metall mehr entfernt werden.
Falls ein arthoskopischer Eingriff sich als nicht ausreichend darstellt, muss am offenen Knie operiert werden. Nach der Operation werden meist Drainagen ins Knie gelegt, die das Wundsekret ableiten. Dann werden die Schnittstellen wieder vernäht.
Markus Tjoa
markus[at]gcpr[dot]de




 

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