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Seit geraumer Zeit kursiert der Begriff „Kultur“ in der
Veranstaltungsszene und schlägt immer größere Wellen. Veranstaltungen jeglicher
Art werden mit Kultur umschrieben; egal ob Kulturnächte oder Events von Kulturvereinen. Doch besucht
man dann eine solche Veranstaltung, so kann man außer Kunst nicht viel Kultur
erfahren.
Man sollte sich vielleicht zuerst einmal klar werden was
Kultur ist? Vielleicht das Potenzial, welches durch Wohlstand genutzt werden
konnte, um sich mit Religion, Wissenschaft und natürlich auch mit Kunst zu
beschäftigen; also banal gesagt: Alles was über die reine Arterhaltung
hinausgeht. Angefangen von den ersten Höllenmalerein in der Steinzeit über
Erklärungsversuche von Naturphänomenen durch Götter in der Antike bis zum
ersten Motor in der Industrialzeit; alles wird nicht zwingend zum ‚überleben’
benötig, verschönert bzw. erleichtert jedoch unser alltägliches Leben. Und ein Teil der Kultur, die Kunst, könnte man in groben
Zügen mit Musik, Theater, Literatur, Malerei, Film, Tanz, Bildhauerei und
Architektur umschreiben. Warum wirbt man also auf Flyern und Plakaten nicht mit Kunst,
sondern mit Kultur? Versucht man die Kunst attraktiver zu umschreiben? Will man
sich nicht durch den Begriff ‚Kunst’ eingrenzen? Oder ist es doch nur Teil
einer großen Werbemaschinerie, welche zu funktionieren scheint? Wenn dadurch
Kunst jeglicher Art gefördert wird und bei dem Publikum ankommt, scheint es
eine sehr feine Sache zu sein.
Nur sollte man sich in Zukunft bewusst machen, dass Kultur
bei uns Kunst ist. Oder wenn man ein Kultur Verein gründet, sich jedoch
hauptsächlich mit Kunst beschäftigt, den Begriff ‚Kunst’ mit im Vereinsnamen
tragen, wie es zum Beispiel der Kunst und Kulturverein „Chameleon Bewegung
e.V.“ aus Ehingen getan hat. Hier
kommt deutlich hervor, dass es ein Kultur Verein ist, sich jedoch mit Kunst
beschäftigt.
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