Mosaike sind besondere Kunstwerke. Steinplättchen oder Glasplättchen werden so gelegt, das sie aufgrund ihrer Farbe, Form oder Schattierung ein Kunstwerk ergeben. Aus der Ferne betrachtet verschwinden die Linien und Fugen und ergeben ein klar erkennbares Ganzes. Mosaike werden immer beliebter. In vielen Bastelshops gibt es Anleitungen, Zubehör und Mosaiksteinchen aus verschiedenen Materialien. Auch gibt es industriel gefertigte Mosaike, die jedoch den Charme handwerklich gefertigter Mosaike vermissen lassen. Besser ist es ein
Bastelgeschäft aufzusuchen und selbst Hand anzulegen. Doch woher kommen Mosaike eigentlich? Die ältesten gefundenen Mosaiken werden auf 2500-3000 v. Chr. datiert und existieren somit schon seit fast 5000 Jahren! Sie wurden in der Stadt Ur in damaligen Mesopotamien gefunden, dem Land zwischen Euphrat und Tigris. Auch im antiken Griechenland und im Weltreich Rom waren Mosaike äußerst beliebt. So erzählen Mosaike auch immer wieder historische Geschichten, wie beispielsweise das Alexandermosaik, welches den makkedonischen Feldherrn Alexander den Großen während der Schlacht gegen die Perser. Das Mosaik wurde 1831 in Pompey ausgegraben. Es ist im Archäologischen Nationalmuseum in Neapel ausgestellt. Auch im Vatikan gibt es viele Mosaike zu bewundern. Papst Gregor XIII. war ein großer Fan von Mosaiken und gründete eine eigene Mosaikschule. Nach und nach lies er in der Basilika St. Peter alle Gemälde durch Mosaik-Kopien ersetzen. Die Originale befinden sich seit dieser Zeit in der vatikanischen Kunstsammlung.
Auch in Deutschland gibt es antike römische Mosaiken. Die Mosaikkunst hat sich in den römischen Provinzen und Siedlungen ebenfalls ausgebreitet und ist dadurch auch nach Deutschland gekommen. Unweit des Kölner Doms wurde bei Ausgrabungsarbeiten 1941 ein 70 Quadratmeter großes Mosaik entdeckt, dass über dem römischen Gott Dyanisos gewidmet ist.
Amelie Mayer
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