|
Die Laktatanalyse oder der Laktattest ist zu einer wichtigen Komponente bei jeder Trainingssteuerung geworden. Kaum ein Profisportler kann auf diese Leistungsdiagnostik verzichten. Aber auch immer mehr Hobbysportler unterziehen sich einer Laktatanalyse. Allerdings wissen viele Freizeit-Läufer nicht, was so eine Untersuchung eigentlich bringt und warum das Laktat überhaupt gemessen werden sollte. Gerade als Eingangsuntersuchung ist für viele Hobbysportler allerdings wichtig zu wissen, mit welchem Aufwand und welcher Pulsfrequenz sie trainieren müssen, um einen gewünschten Trainingseffekt zu erhalten. Und genau das kann man bei der Laktatanalyse feststellen.
Vor einem Ausdauertraining kann man daher einen so genannten Stufentest vornehmen. Ob auf einem Laufband oder einem Ergometer ist dabei egal. Nach einer kurzen Belastung, bei der permanent die Herzfrequenz gemessen wird, wird dem Probanden Blut abgenommen und die Konzentration des Laktat im Blut gemessen. Danach wird die Belastung erhöht und das Spiel beginnt von vorne. Übersteigt das Laktat im Blut nun einen bestimmten Grenzwert – man spricht auch von der anaeroben Schwelle – hat das Training nicht mehr den gewünschten Effekt, da die Muskulatur übersäuert. Aus diesem Grenzwert kann der Experte erkennen, wo die individuelle Pulsfrequenz liegen sollte, die ein sinnvolles Training ermöglicht. Denn jeder Mensch ist anders, jeder hat andere Voraussetzungen und deshalb unterscheidet sich auch der ideale Trainingspuls bei jedem Ausdauersportler.
Jeder Sportler sollte sich also fragen, was er mit seinem Training erreichen will. Legt er wert auf Fettverbrennung und Fettabbau, dann reicht es, wenn er mit einem niedrigen Puls trainiert. Stehen allerdings Leistung oder eine gezielte Wettkampfvorbereitung auf dem Trainingsplan, dann ist es wichtig zu wissen, wie hoch die Herzfrequenz sein sollte, damit sich nicht zu viel Laktat in der Muskulatur ansammelt.
Autor: Christian Riedel E-Mail: gillerich[ @ ]web.de
|