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Als Alternative zum traditionellen Sparbuch hat sich das Tagesgeldkonto etabliert. Mit hohen Zinsätzen von drei bis vier Prozent p.a. versuchen immer mehr Anbieter die Kunden an sich zu binden. Die Zinsen auf den Einlagebetrag bei einem Tagesgeldkonto unterscheiden sich dennoch je nach Bank zum Teil erheblich.
Dafür sind vor allem folgende Gründe verantwortlich: Erstens können die Banken den Zinssatz jederzeit verändern und so der Marktsituation anpassen. Daher bieten einige Banken zu Werbezwecken Lockangebote, die über einen bestimmten Zeitraum überdurchschnittlich hohe Zinsen bieten. Danach pegelt sich der Zinssatz auf Normalniveau ein. Ein zweiter Grund ist die unterschiedliche Höhe der Anlagebeträge. Bei einigen Angeboten bestimmt die Höhe der Anlage den Zinssatz. So bekommt man teilweise einen höheren Zinssatz erst ab einer bestimmten Anlagehöhe, die sogenannte Zinstreppe, oder nur bis zu einer bestimmten Geldmenge. Alles, was darunter ist, wird deutlich geringer verzinst. Die Staffelungen sind je nach Bank sehr unterschiedlich, weshalb in jedem Fall die verschiedenen Tagesgeldangebote abhängig vom Anlagebetrag genau verglichen werden sollten.
Eine Besonderheit bei Tagesgeldkonten ist, dass man ein Referenzkonto angeben muss. Alle Transaktionen, also Auszahlungen und Überweisungen nehmen dann den Zwischenstopp über dieses Referenzkonto. Das Referenzkonto kann das normale Konto bei der Hausbank, z.B. ein Girokonto sein. Direkte Überweisungen zu Firmen oder Personen sind mit dem Tagesgeldkonto nicht möglich. Im Unterschied zu normalen Banken haben die meisten Direktbanken, bei denen die Tagesgeldkonten angeboten werden kein eigenes Filialnetz. Der Kontakt mit dem Kunden findet über Telefon, Fax oder Internet statt. Deshalb auch der manchmal verwendete Begriff Telefonkonto.
Trotz einiger kleiner Abstriche, wie der unterschiedlichen Zinshöhe oder dem variierenden Benutzungskomfort der Banken ist eindeutig zu resümieren: Wer gute Zinsen kassieren und gleichzeitig stets flüssig bleiben will, ist mit Tagesgeld gut beraten. Deshalb sollte man z. B. im Internet vergleichen, um das individuell beste Tagesgeldkonto aus der Menge der Angebote herauszufiltern.
Tobias Röver tobberich@web.de
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