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Die Menschen in
Deutschland werden immer älter. Damit die Pflege- und Altenheime
nicht aus allen Nähten platzen, muss sich einiges ändern. Mit der
Anzahl an älteren Personen in der Bundesrepublik geht man davon aus,
dass auch die Zahl der Menschen mit chronischen Krankheiten und
dauerhafter Pflegebedürftigkeit steigt. Dies wird in Zukunft eine
Herausforderung für Politik, Pflegedienste und Medizin. Bei dem
kürzlich stattgefundenen Kongress für „Pflegebedürftigkeit in
der Gesundheitsgesellschaft“ wurde festgestellt, dass man diesem
Trend von steigender Pflegebedürftigkeit nicht mit verstärktem Bau
von neuen Pflegeanlagen entgegen Treten kann.
Trotzdem werden weiterhin
in Deutschland wie auch in der Schweiz und in Österreich viele
Bauaufträge für neue Pflegeheime entwickelt und realisiert, ohne an
alternative Optionen zu denken. Eine alternative Möglichkeit ist zum
Beispiel verschiedene Strategien der Langzeitbetreuung im Alter zu
entwickeln. Dies müsse weiterhin in einer speziellen Forschung für
Pflegewissenschaft herausgefunden werden. Bisher wurden ungefähr
zehn Millionen Euro in diesen Bereich investiert. Leider noch zu
wenig. Es gibt schon ein paar grundlegende Erkenntnisse. Es müssen
aber neue und fundierte Konzepte geschaffen und die Ergebnisse auch
in die Gesellschaft gebracht werden.
Die hohe Anzahl an älteren Menschen
und die damit steigende Bedürftigkeit setzt Politik und Forschung
unter Druck, schon heute zu handeln. Im Jahre 2025 wird das
Durchschnittsalter der Deutschen bei 50 Jahren liegen. Im Moment ist
der Mittelwert noch bei 39 Jahren. Auch die sozialen Strukturen haben
sich in den letzten Jahrzehnten so drastisch geändert, dass die
Familie oder Nachbarschaftshilfen als erstes Hilfsnetzwerk für
ältere Menschen in Pflege in vielen Fällen nicht mehr zur Verfügung
stehen. Es müssen also dringend neue Erkenntnisse her, denn es heißt
ja nicht, das die alternde Bevölkerung der Zukunft auch
pflegebedürftig sein wird.
Verfasserin: Anna Klein Email: partner@news.de
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