Veröffentlicht : July 03, 2008 |
Autor : bodoholzendorf Kategorie : Natur und Umwelt | Bisher
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Im letzten Jahr kam ich zu der Erkenntnis, dass mein
Gartenboden erschöpft war und dringend eine Erholungsphase benötigt. Ursache
war meiner Meinung nach, dass ich jahrelang ca. die Hälfte der Anbaufläche für
Kartoffeln verwendete und somit ein jährlicher Wechsel zwischen Kartoffeln und
den übrigen Kulturenerfolgte. Die
Kartoffeln hattenim Durchschnitt nur
nochdie Größe von einem Golfball. Ich
beschloss, in den nächsten 2 – 3Jahren in meinem Garten
keine Kartoffeln mehr anzubauen.
Gleich nach der Ernte der doch sehr kleinen Kartoffeln
brachte ich eine Gründüngung zur Aussaat. Von den Angeboten im Baumarkt wählte
ich Gelbsenf aus.
Da im Spätsommer und im Herbst 2007 sehrviel Regen viel, gedieh der Gelbsenf
prächtig. Schon nach kurzer Zeit war das ehemalige Kartoffelbeet mit einem
grünen Teppich bedeckt.
Zu meinem Erstaunen hörte der Gelbsenf jedoch nicht mit
wachsen auf und erreichte bis zum Spätherbst teilweise eine Höhe von bis zu 1,5
m.
Gelbsenf ist nicht frosthart und friert über Winter bei
niedrigen Temperaturen ab. In der Beschreibung steht, dass man die
abgestorbenen Pflanzen als Mulchmaterialauf dem Beetbiszur Frühjahrsbestellung belassen kann.
Zum Frühjahrsbeginn konnte man die Pflanzen, die jetzt eher
Stroh ähnelten und flach auf dem Beet lagen, einfach mit einer Harke zu einem
Haufen zusammen harken. Sie ließen sich sehr leicht vom Boden lösen. Der Haufen
erreichteerstaunliche Ausmaße von ca.
1,5mx 1,5mx 1,0m ( LxBxH) und ich machte mir schon
Gedanken über die weitere Verwendung. Verbrennen wollte ich nicht wegen der
Umwelt, kompostieren wollte ich nicht wegen der Arbeitund zum wegschaffen hatte ich auch keine
Lust. Beim Frühjahrsputz der Erdbeeren kam mir die Idee, den strohähnlichen
Rest der Gründüngung als Mulchmaterial zwischen die Erdbeeren zu legen.
Dadurch wurde die Feuchtigkeit im Boden gehalten, bei Regen
lagen die sich entwickelnden Erdbeeren nichtauf dem Boden sondern auf dem Stroh und konnten wieder sehr schnell
abtrocknen. Dadurch wurde der Fäulnis entgegengewirkt. Und die lästigen
Nacktschnecken hatten es auch schwerer, an die begehrten Früchte zu gelangen.
Jetzt, nachdem die Erdbeerernte im abklingen ist, beginnt
auch das Stroh endgültig zu verrotten und trägt somit zur Verbesserung der
Bodenstruktur und der Fruchtbarkeit bei.
Das Wichtigste: Ich hatte schon lange nicht mehr so schöne
Erdbeeren in meinem Garten.
Auch in diesem Herbst werdeich wieder als Gründüngung Gelbsenf aussäen, um im nächsten Jahr
überMulchmaterial für meine
Erdbeerenzu verfügen.