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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : August 27, 2007 | Autor : RosaRosenrot
Kategorie : Kunst und Kultur | Bisher gelesen : 1184

  
Räuchermännchen besitzen im Erzgebirge eine sehr lange Tradition. Ungefähr Mitte des 18. ten Jahrhundert kam man auf die originelle Idee, für das Räucherwerk Dekofiguren produzieren, die so genannten Räuchermänner, die in ihrem Inneren die Räucherwerk aufnehmen und den entstehenden Rauch über ein runde Öffnung (Mund) wieder abgeben. Diese traditionelle Erzgebirgische Volkskunst wird auch noch heutzutage von einigen bekannten Kunstgewerbe-Fabrikationsstätte wie die KWO und Hubrig weitergeführt. Die Produktsortiment, die zunächst nur aus Lichterfiguren, den Lichterbogen mit Kerzen, bzw. Schwibbogen bestand, wurde nun immer wieder mit modernen Dekofiguren ergänzt. Neben Krippen, Krippenfiguren, die Erzgebirge Pyramide und Nussknacker, die traditionell zur Weihnachtszeitdekoration gehören und weit über das Erzgebirge hinaus bekannt sind, werden jetzt auch auch neuartige Kantenhocker, Spieldosen und Blumenkinder angefertigt.
Wie zu jenen vergangenen Zeiten, wird auch heutzutage noch jede Erzgebirgische Figur per Hand angefertigt, bearbeitet und mit Farbe versehen. Als  Motive für die erzgebirgische Dekofiguren dienten die seinerzeitigen Berufe. Bergleute und Nachtwächter waren besonders beliebte Figuren. Weitgehend orientierte sich sehr vieles am Bergbau. Neben den Figuren auch die Schwibbögen, die den damaligen Stolleneingang wiedergeben und darstellen, wie die damaligen Bergleute zur letzten Schicht vor dem Weihnachtsfest ihren Stolleneingang sahen. Der allererste Schwibbogen wurde 1726 aus Eisen angefertigt. Heutzutage auch aus Holz.
Jener Zeit stellte fast jede Familie im Erzgebirge, Bergmannsfiguren und Engel mit Kerzen ins Fenster. Sie sollten den zu Hause ankommenden Bergmann Licht spenden. Anhand der Anzahl der aufgestellten Bergmanns- und Engelfiguren konnte alle erkennen, wie viele Töchter, bzw. Söhne Familienmitglieder zu einer Familie gehörten.
Die allseits bekannten Erzgebirgischen Pyramiden dekorierten schon um 1800 zur Weihnachts- und Adventzeit die Kirchen. Motiv war dafür eine Schachtförderanlage, die zu seiner Zeit mit Wasser oder Pferdekraft betrieben wurde. Die Pyramiden selbst wurden so angefertigt, dass sie mit der warmen Luft der Kerzen betrieben werden konnte.
Mittlerweile finden sich nicht nur im Erzgebirge kleine Lädchen, in denen Dekofiguren und Nussknacker erstanden werden können. Auf Christkindlmärkten auch ausserhalb vom Erzgebirge, sind immer wieder Markthütten vertreten, die diese Erzgebirgische Volkskunst anbieten. Bergmannsfiguren und Lichterbögen gehören mittlerweile zum Weihnachtsfest wie der Christbaum und sind auch immer ein gern gesehenes Präsent.

Verfasser: Rosa Rosenrot




 

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