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Die permanente Haarentfernung ist für viele Menschen mit störendem Haarwuchs eine Möglichkeit, sich von ihren Problemen zu befreien. Mittlerweile gibt es viele Angebote zur permanenten Haarentfernung, aber auch viele entäuschte Kunden, die nicht das ersehnte Ziel der Haarlosigkeit erreichen. Dabei stellt sich die Frage, was bedeutet eigentlich eine permanente Haarentfernung? Laut der Food and Drug Administration in USA wird der Begriff folgendermaßen definiert: „eine permanente Haarentfernung gilt als signifikante Haarreduktion für einen Zeitraum, der länger als der Haarzyklus in der entsprechenden Region ist“. Ein Haar durchlebt drei Phasen: die Wachstumsphase wenn es sich bildet, die Ruhephase in der es nicht mehr weiterwächst, sondern nur in der Haut liegt und die Sterbephase in der es ausfällt. Der komplette Zyklus dauert je nach Körperregion unterschiedlich lange (bis zu mehreren Jahren). Man geht davon aus, wenn das Haar länger als einen kompletten Zyklus nicht mehr nachwächst, ist es zerstört.
Da in einem Bereich i.d.R. nie alle Haare entfernt werden können, sondern meist kleine, dünne und helle Härchen zurückbleiben, spricht man von Haarreduktion anstelle von kompletter Haarentfernung.
Ein Haar wird über die Haarpapille mit Nährstoffen versorgt. Das Ziel in der permanenten Haarentfernung ist die Zerstörung der Haarpapille, damit das Haar nicht mehr nachwachsen kann. Dies wird in der Regel durch die Erhitzung der Haarwurzel auf mindestens 70°C erreicht. Wenn die Haarentfernung mit lichtbasierten Systemen wie Laser oder die IPL-Technik erfolgt, brauchen die Haare einen gewissen Querschnitt und genug Melanin, um sich auf die gewünschte Temperatur zu erhitzen. Dünne, hellere Härchen und auch rote oder graue Haare können leider nicht erfolgreich mit lichtbasierten Systemen behandelt werden. Für diesen Haartyp gibt es die sogenannte Nadelepilation, bei der jedes Haar mit einer sehr feinen Sonde einzeln behandelt wird. Hierbei spielt die Haarfarbe keine Rolle, allerdings ist die Behandlung deutlich aufwändiger und nur bei professioneller Durchführung wirklich erfolgreich. Wenn die Haare erfolgreich auf 70°C erhitzt wurden, sind sie auch definitiv entfernt und können nicht mehr nachwachsen. Leider gibt es aber auch viele inaktive Haarwurzeln im Körper, die zum Behandlungszeitpunkt nicht behandelt werden können. Im Laufe des Lebens ist nicht auszuschließen, dass ein Teil der inaktiven Haarwurzeln aktiv werden können und Haare produzieren. Erfahrungsgemäß sind dies aber normalerweise nur einzelne Haare und nicht ein dichtes Behaarungsmuster, wie es vor der Behandlung bestanden hat.
Marla Schnee
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