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Haben Sie sich schon einmal Gedanken gemacht, wie der UEFA
Pokal eigentlich zu seinem Namen kam? Warum im Eishockey der Stanley Cup (ins
Deutsche übersetzt heißt ja Cup nichts anderes als „Pokal“) oder im Tennis der
Davis Cup jährlich ausgetragen werden? Die übrigens jedes Jahr einen riesigen
Haufen von Fans und Zuschauern haben, die mitfiebern, wer wohl in dem jeweils
aktuellen Jahr den begehrten Pokal mit nach Hause nehmen kann.
Nun an sich, betrachtet man die Geschichte der Pokale, also
der Gefäße an sich, war nicht unbedingt klar, dass sie mal zu solchen Objekten
der Begierde werden sollten. Nicht nur im Tennis, Fußball oder Eishockey werden
Pokale vergeben, es gibt eigentlich kaum einen sportlichen Wettkampf, wo man
nicht theoretisch einen Pokal gewinnen könnte. Es gibt auch nicht-sportliche
Wettkämpfe oder Wettbewerbe, bei denen Pokale als Siegpreise ausgegeben werden.
Aber wie gesagt, an sich war es nicht abzusehen, dass es
einmal so weit kommt. Der Pokal war an sich eigentlich, betrachtet man auch
seine Wortherkunft (denn Wortgeschichte ist in vielen Bereichen immer auch
gleichzeitig Sachgeschichte), den Trinkgefäßen zuzuordnen. Genau wie Tasse,
Becher, Glas oder Kelch ist der Pokal (oder sollte er sein) ein
Gebrauchsgegenstand gewesen. Dies spiegelt sich auch in der griechischen
Wortherkunft wieder. Da gab es ein Wort baukaus, das soviel bedeutete wie
„Gefäß zum Kühlen von Wasser oder Wein“. Später ins Lateinische gekommen und
daraus noch später in die romanischen Sprachen weitervererbt, wo es sich dann
in italienisch boccale und in französisch bocal wiederfindet. In beiden
Bedeutungen sind die <a href=“http://www.pokalkoenig.de“>Pokale</a> hier immer noch als Trinkgefäße klassifiziert. Erst
später kam dann der Wandel in Richtung Preis für einen sportlichen Wettkampf.
Das hat wohl mitunter auch damit zu tun, dass Pokale gern als besonders
wertvolle Gefäße hergestellt wurden, die trotz ihrer eigentlichen Funktion dennoch
mehr repräsentativ denn alltäglich gebraucht wurden.
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