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Ponferrada:
Das
Zentrum des Bierzo, Ponferrada, blickt auf eine lange Vergangenheit zurück.
Bereits die Rörper befestigten den Hügel zwischen den Flüssen Boeza und Sil und
nannten die Siedlung Interamnium Flavium. Als Bischof Osmund von Astorga im 11.
Jh. den Bau der mit Eisen verstärkten Silbrücke anordnete, bürgerte sich die
heutige Ortsbezeichnung Ponferrada (eiserne Brücke) ein. Im 12. ließ sich der
umstrittene Templerorden in Ponferrada nieder und errichtete sich die
großartige Burg, als Stützpunkt und
um den Jakobsweg zu sichern. Sie ist eines der schönsten und bedeutendsten
Zeugnisse spanischer Militärarchitektur. Als der Orden zum Bau der Burg einen
Wald rodete, erschien laut Überlieferung in einer Steineiche die Jungfrau Maria. Mit dem Bau der Basilika Nuestra Senora de la Encina
(16 Jh.) entstand eine vielbesuchte Marienstätte. O´Cebreiro:
In
0´Cebreiro (1293 m) scheint die Zeit stehengeblieben zu sein. Die kleinen,
roggenstrohgedeckten Bauernhäuser sind in ihrer Bauweise ganz dem rauhen
Bergklima angepasst. Dicke, abgerundete Schiefermauern bieten Stürmen wenig
Angriffsfläche und schaffen zudem Behaglichkeit. Einer der ,pallozas" ist
heute als Museum zugänglich. In dem schlichten Gotteshaus des Orts, Santa Maria
la Real, ist neben der romanischen Statue Santa Maria la Real im rechten
Seitenschiff der Kelch und das Altartuch des Cebreiro-Wunders ausgestellt. Im
14. Jahrhundert soll sich in dieser Kirche folgende Begebenheit zugetragen
haben:
Ein
Bauer aus dem nahegelegenen Dorf Barxamaior stieg eines Tages trotz eines
heftigen Schneesturms zum Cebreiro hoch, um die Messe zu hören. Der Zelebrant,
ein Mönch, mit dessen Glauben es nicht weit her war, verachtete insgeheim den
frommen Mann für das Opfer, das er auf sich nahm. \Nährend der liturgischen
Wandlung wurde die Hostie zu Fleisch und der Messwein zu Blut und verfärbte das
Altartuch . Dieses Wunders ließ den gottlosen Mönch in großer Erfurcht den
rechten christlichen Weg einschlagen.
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