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Veröffentlicht : April 01, 2009 |
Autor : naturellpower Kategorie : Gesundheit | Bisher
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Radfahren
hat viele Vorteile, so Sportwissenschaftler und Personal Trainer: Es stärkt das
Herz, die Lunge und den Kreislauf. Es fördert den Muskelaufbau. Es trainiert
den Gleichgewichtssinn. Es entlastet die Gelenke. Es ist kostengünstig (keine
Benzinkosten, keine Versicherung oder Steuer). Es ist umweltfreundlich. Bei der
Parkplatzsuche gibt es keine Probleme.
Damit
Fahrradfahren auch für die Wirbelsäule gut ist, muss man allerdings auf die Haltung
achten, die man auf dem Drahtesel einnimmt. Denn wird die Wirbelsäule
gezwungen, beim Fahren in einer unnatürlichen Haltung zu verharren, wird das
Fahrrad schnell zum Auslöser von Verspannungen, warnen Personal Trainer,
Sportphysiotherapeuten.
Die
Haltung auf dem Rad wird bestimmt durch die Anordnung von Lenker, Sattel und
Pedale. Denn dies sind die drei Punkte, an denen der Körper mit dem Gefährt
Kontakt hat. Nur wenn diese drei Kontaktpunkte den Körper optimal unterstützen,
tut Fahrradfahren der Gesundheit gut. Optimal eingestellt ist ein Fahrrad dann,
wenn die Wirbelsäule sich in derjenigen Position befindet, die sie auch beim
normalen, lockeren Stehen hat: also eine leichte, doppelte S-förmige Krümmung
aufweist.
Der
Lenker: Er sollte auf keinen Fall zu niedrig eingestellt sein. Sportlenker und
viele Mountainbike-Lenker sind oft zu weit unten angebracht, um
rückenfreundlich zu sein. Sie zwingen dazu, sich extrem vornüber zu beugen und
gleichzeitig – um etwas sehen zu können – die Halswirbelsäule extrem nach oben
zu biegen. Das wird über kurz oder lang zu Rückenschmerzen führen, prophezeien
Sportwissenschaftler und Personal Trainer. Daher darauf achten, dass der Lenker
hoch genug ist und man relativ aufrecht sitzt. Doch Vorsicht: Zu hoch ist der
Lenker dann eingestellt, wenn man kerzengerade auf dem Rad sitzt. Dann fahren
die Erschütterungen geradewegs in die Wirbelsäule hinein und belasten die
Bandscheiben. Für den Anfang gilt, so die Empfehlung der Sportphysiotherapeuten
und Personal Trainer: Der Lenker sollte etwa zehn bis zwanzig Zentimeter höher
liegen als der Sattel. Immer versuchen, den optimalen Wohlfühlpunkt durch
mehrmaliges Verstellen und Austesten der Lenkerhöhe selbst herausfinden.
Der
Sattel: Seine Höhe ist zunächst abhängig von der Größe des Fahrradrahmens und
von der Lage der Pedale. Denn wenn man auf dem Sattel sitzt, sollte man die
Pedale nicht nur mit den Fußspitzen erreichen können, sondern sogar mit der
Ferse. Beim Fahren sollte jedoch immer der Fußballen auf der Pedale stehen. Zu niedrig
ist der Sattel eingestellt, wenn man beim Fahren die Kniegelenke immer
angewinkelt haben müssen. Personal Trainer und Sportwissenschaftler geben als
Faustregel mit auf den Weg: Der Sattel ist optimal hoch, wenn man die
Kniegelenke beim Fahren fast ganz durchstrecken müsste.
Doch
nicht nur die Höhe des Sattels ist wichtig, sondern auch die Neigung. Ist er zu
weit nach vorne gekippt, rutscht man nicht nur eher nach unten, sondern diese
Stellung bewirkt vor allem, dass auch das Becken nach vorne kippt: Dadurch wird
das Steißbein beim Fahren mehr belastet als nötig. Besser ist eine waagerechte
Einstellung. Sollte man aber, aufgrund der Größe, eine langen Rücken haben,
kann ein leicht nach hinten gekippter Sattel womöglich gemütlicher sein, sagen
Personal Trainer und Sportwissenschaftler. Denn dadurch verlängert sich die
Strecke zwischen Lenker und Sattel – der Rücken wird weniger belastet.
Jeder
Sattel sollte eine Federung haben. Noch besser ist jedoch ein vollgefedertes
Fahrrad. Denn jede Erschütterung – sofern diese nicht durch Fahren im Stehen
vermieden wird – belastet die Wirbelsäule und damit die Bandscheiben. Die
Federung sollte unterhalb des Sattels in Form von Spiralfedern zu sehen sein.
Gelkissen oder extra weich gepolsterte Sättel sind vielleicht bequem für das
Gesäß, aber nach Aussage der Sportphysiotherapeuten und Personal Trainer, halten
diese aber keine Erschütterungen ab.
Die
Pedale und der Rahmen: Die Pedale lassen sich nicht verstellen, diese sind fest
an das Tretlager montiert. Allerdings gibt es Unterschiede bei den Rahmen von
Fahrrädern. Man sollte darauf achten, dass das Fahrrad der eignen Körpergröße
entspricht. Bei Menschen bis zu einer Körpergröße von 162 cm Zentimetern sollte
ein 26er Rahmen gewählt werden, alle Maße darüber kommen mit einem 28er Rahmen
zurecht. Menschen, die über 180 Zentimeter messen oder solche, die einen langen
Rücken haben (sogenannte Sitzriesen), sollten auf den Abstand von der
Lenkerstange (dort, wo der Lenker im Rahmen sitzt) zur Sattelstange (wo der
Sattel im Rahmen steckt) achten, geben Sportwissenschaftler und Personal
Trainer als Tipp mit auf den Weg. Dazu gilt desweiteren: Je größer dieser
Abstand, desto besser für lange Rücken. Wenn dieser Abstand zu klein ist, wird
die Wirbelsäule gezwungen, sich zu krümmen oder durchzuhängen, obwohl die Höhen
von Lenker und Sattel optimal eingestellt sind.
Auch
beim Kauf oder bei einer Neueinstellung eines Fahrrades gilt: Immer auf den
Körper hören!! Austesten, verschiedene Rahmen, Lenker- und
Satteleinstellungen!! Der Körper wird einem genügend Rückmeldungen geben: Bei
einer Testfahrt von etwa zehn Minuten merkt man bereits, ob sich etwas
gemütlich anfühlt oder irgendwie falsch, so Sportphysiotherapeuten und Personal
Trainer. Sollten bereits nach zehn Minuten Dauertestfahrt Verspannungen
bemerken, ist garantiert irgendwas unpassend. Stellt man hingegen nach einer
halben Stunde immer noch keine unangenehmen Körpersignale fest, so hat man ein
gutes Fahrrad gewählt, das perfekt eingestellt ist, signalisieren die Experten
(Personal Trainer, Sportwissenschaftler, Sportphysiotherapeuten) als
Entwarnung.