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Sardinien, die zweitgrößte Insel Italiens, ist mit einer Fläche von über 24.000 Quadratkilometern auch die zweitgrößte Insel im Mittelmeer. Die Insel liegt westlich des italienischen Festlandes im Tyrrhenischen Meer und ist die Heimat von rund 1,65 Millionen Einwohnern. Die Hauptstadt Sardiniens ist die auf eine Gründung durch die Phönizier zurückgehende Stadt Cagliari. Obwohl Sardinien zu Italien gehört, ist es wohl die untypischste Region des Landes, was Besucher schon an der Sprache erkennen, denn die Bevölkerung spricht einen Dialekt der Sardischen Sprache, während im öffentlichen Leben das Italienische dominiert. Das Klima auf Sardinien ist typisch mediterran mit warmen Frühjahrs- und Herbstmonaten sowie hohen Temperaturen im Sommer. Auch die Winter auf Sardinien sind mit Temperaturen zwischen 10 und 15 Grad Celsius sehr mild.
Die Besiedelung der Insel geht auf die Zeit um 6000 v. Chr. zurück. Die Hochkultur begann im 9. Jahrhundert v. Chr. mit der phönizisch-punischen Besetzung der Insel, bevor Römer, Byzantiner und Araber Sardinien für sich entdeckten. Seit dem späten Mittelalter nahmen nacheinander Schwaben, Spanier, Österreicher, Piemontesen und zuletzt die Italiener die Insel ein. Erst im Jahr 1946 erhielt Sardinien seine heutige Stellung als autonome Region Italiens. Die vielen verschiedenen Kulturen hinterließen ihre Spuren in der Architektur, aber auch in den Gebräuchen und der Sprache der Bevölkerung.
Dafür, dass es auf Sardinien niemals eintönig wird, sorgt die abwechslungsreiche Landschaft der Insel. Während das Inland durch das Gebirge um den 1.834 Meter hohen Punta La Marmora geprägt ist, zeigt die fast zweitausend Kilometer lange Küste ein abwechslungsreiches Bild mit vielen kleinen Buchten und Steilküsten, Grotten und Höhlen. Die Sandstrände auf Sardinien zeichnen sich durch einen feinen, fast weißen Sand aus und grenzen an Dünen und Pinienwälder.
Die beliebtesten Küsten Sardiniens sind die Costa Smeralda mit ihrem smaragdgrünen Wasser im Nord-Osten der Insel, die Costa Rei im Osten mit ihren langen Sandstränden und kleinen Badebuchten, die bei Individualtouristen und Tauchern sehr beliebte Costa Verde im Süden Sardiniens und die Costa Paradiso im Norden. Sie ist bekannt für ihre architektonisch hervorragend in die Landschaft integrierte Feriensiedlung und lange, ausgedehnte Sandstrände. Schroffe Granitfelsen und Sandstein prägen die Costa del Sud im Süden Sardiniens. An dieser Küste sind die römische Hafenstadt Nora, die vermutlich älteste Stadt Sardiniens, und die Grotte Is Zuddas beliebte Ausflugsziele.
Alle Städte auf der Insel locken mit historischen Kirchen und Gebäuden aus den verschiedenen Epochen, mit kleinen verwinkelten Gassen und hübschen Geschäften, Restaurants und Cafés. Besondere Sehenswürdigkeiten sind die gut erhaltenen Nuraghen, die Turmbauten aus der Zeit um das 2. Jahrtausend v. Chr., von denen der Su Nuraxi am besten erhalten ist. Sehenswert sind die vielen Höhlen und Grotten wie die Blue Marino und die Grotta di Ispinigoli im Osten der Insel. Die Naturparks Parco Assai und der Mui Muscas, der natürliche Lebensraum der Esel im Binnenland von Sardinien, laden zu Ausflügen in die Natur ein.
In allen touristisch erschlossenen Küstenregionen der Insel gibt es ein großes Angebot an Hotels, Ferienhäusern und Ferienwohnungen aller Kategorien. Sie reichen von landestypischen Hotels über Clubhotels bis zu Wellness- und Designerhotels sowie den Luxushotels an der Costa Smeralda. Fast alle Hotels befinden sich in Strandnähe und zeichnen sich durch eine komfortable Ausstattung aus. Kleine Pensionen bieten in den Küstenorten preisgünstige Übernachtungsmöglichkeiten an.
Ulrike Huber
Urlaubscenter24.com
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