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Als der ehemalige deutsche Arbeitsminister Norbert Blüm in den 90er sagte "Eins ist sicher – die Rente" meinte er die Rente der damaligen Rentner. Jetzt, ein paar Jahrzehnte später, wird immer deutlicher, das die persönliche Altersvorsorge alles andere als Sicher ist – wenn man sich nur auf den Staat verlässt. Dir Rentenbemessungsgrundsätze ändern sich nach unten, das Alter, ab dem man regulär eine gesetzliche Rente beziehen kann, wird nach oben angepasst. Die alte deutsche, umlagefinanzierte Rente scheint marode. So richtig herantrauen an eine Reform der Rentenvorsorge – dafür fehlt der aktuellen Politik der Mut. Reförmchen reihen sich an kleine Veränderungen, am System wird in immer kürzeren Abständen herumgedreht. Keine der Veränderungen aber kann davon ablenken, das der Staat mit seinen Sozialversicherungen eines in Zukunft nicht mehr garantieren kann: Der alleinige Absicherer im Alter sein. Das schon alte „Drei Säulen Model" eine Altersvorsorge auf drei Ebenen wird noch von einer anderen Seite her angegriffen. Sollten ursprünglich staatliche, betriebliche und private Altersvorsorge für einen angemessenen Wohlstand im Alter sorgen, so ist durch die faktische Arbeitsmarktsituation auch die betriebliche Altersvorsorge keine wirkliche Säule. Hohe Arbeitslosigkeit, ein immer häufigerer Wechsel des Arbeitsplatzes und auch die steigende Anzahl von Selbstständigen lassen den Anteil derer, die von betrieblichen Renten profitieren werden immer geringer werden. Aber Jammern lohnt nicht. Offen für jeden bleibt die Möglichkeit, eigene Vorsorge für das Alter zu treffen. Hierzu können schon jetzt auch staatliche Förderungen wie zum Beispiel bei der Riester Rente in Anspruch genommen werden. Aber auch hier gilt: Niemand sollte sich auf Förderungen verlassen. Die sicherste Altersvorsorge ist die, die man selbst in die Hand nimmt.
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