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| Hauptsächlich bezwecken Dogtags zur deutlichen Identifizierung von erschossenen Frontkämpfern im Gefecht. Auf jenigen befinden sich eine klare Ziffer zur Identifikation und eventuell andere Aussagen zur Person des Frontensoldaten, ebenso wie dessen Herkunft. |
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Veröffentlicht : July 09, 2010 |
Autor : Sigrid Wostbrock
Kategorie : Business | Bisher
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: 456
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Viele Menschen tragen als Berufsbekleidung eine firmenspezifische Uniform. Keiner der Betroffenen ist dabei von der Firma oder der Branche vor die Wahl gestellt worden.
Die uniformierte Arbeitskleidung entstand auch unter streng autoritären und militanten Bedingungen. Wenn ein Fürst im 18. Jahrhundert nicht nur seine Armee sondern auch seinen Hofstab für Besucher einheitlich kleidete, so demonstrierte er damit Einheit und Stärke nach Außen. Bekanntes Beispiel sind die Beamtenuniformen im Deutschen Kaiserreich.
Wäre es angesichts dieses aggressiven Ursprungs und unseres friedlichen Umdenkens nicht angebracht, die Arbeitsuniform als Berufskleidung auf ein Minimum zu reduzieren? Sollte sie nicht dort eingesetzt werden, wo sie die Mitarbeiter in besonderer Weise schützen muss oder um für hygienisch einwandfreie Arbeitsergebnisse zu sorgen? Muss denn gleich jede Kassiererin im gleichen grellen T-Shirt herumlaufen? Reichte nicht früher auch ein Namensschild, um den Mitarbeiter vom Kunden zu unterscheiden? Muss es den vermeintlichen Traumjob einer Stewardess nur mit der entsprechenden Arbeitskleidung geben?
Schlimm, wenn einem die Sachen überhaupt nicht stehen oder die Uniform in Form und Farbe voll nicht mehr zeitgemäß ist. Noch schlimmer, wenn man sich selbst darin absolut nicht gefällt. Leidet dann nicht auch die Motivation? Viele werden sagen, sie haben sich einfach irgendwann daran gewöhnt. Andere werden sagen, dass es doch vorher bekannt sei und jeder eine persönliche Entscheidung treffen müsse. Vielleicht ist es gerade der hohe Grad der Individualisierung, der die uniformierte Berufskleidung wie einen Hort der Gemeinschaft wirken lässt und daher den Menschen gut tut.
[pagebreak] Manche wissen es sehr zu schätzen, morgens möglichst wenige Entscheidungen treffen zu müssen. Und bei unzufriedenen Kunden? Da ist so eine Uniform sogar sehr hilfreich. Da steht man nicht als Person vor einer unangenehmen Situation, sondern vertritt nur die Position des Unternehmens. Ist es also der erhöhte Identifikationsfaktor mit dem Arbeitgeber, der für eine uniformierte Berufsbekleidung spricht? Der Mitarbeiter repräsentiert in der Kleidung ein Produkt, kommuniziert über das Unternehmen und symbolisiert dessen Kompetenzen. Schon bevor der Mitarbeiter überhaupt in Aktion tritt, erzielt er durch seine Kleidung schon eine professionelle Autorität. Man denke nur an die Wirkung, die Polizeiuniformen in vielen südlichen Ländern erzeugen. Aber auch dieses vermeintlich positive Argument könnte man wieder ins Gegenteil verkehren.
Sigrid Wostbrock, office2@2webshop.de
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