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Social Networking – Wie erkennt man Falschmeldungen?
Wer Social Networking betreibt, veröffentlicht persönliche
Informationen für Bekannte, Kollegen und Freunde. Social Networking ist wie ein
Gespräch in einer großen Runde, bei dem Erfahrungen und Meinungen ausgetauscht
werden. Genau da setzen Falschmeldungen, sogenannte Hoaxes an. Von Spendenaufrufen
für kranke Kinder bis hin zu dringlichen Warnungen vor aggressiven
Computerviren ist alles dabei.Wenn Freunde solche Warnungen posten, dann nimmt der User sie
auch gerne in den eigenen Status auf.Wächst das Misstrauen gegenüber einer Meldung, kann sie an Frank
Ziemann geschickt werden. Ziemann ist Hoax-Jäger in Deutschland.
Er empfiehlt beim Social Networking alle Warnungen und
Spendenaufrufe erst einmal zu prüfen. Falsche Warnungen vor bestimmten Gruppen
auf Facebook kann man laut Ziemann leicht entlarven. Findet der User diese bei Facebook
nicht, dann gibt es sie auch nicht.
Bei Virus-Warnungen ist es schwieriger. Aber auch da gibt es
die Möglichkeit sich bei Herstellern von Anti-Viren-Programmen zu erkundigen.
Zudem informiert Frank Ziemann auf hoax-info.de welche Warnungen aktuell durch
das Netz schwirren: Im Moment ist es ein Knochenmarksspende-Kettenbrief, eine
drei Jahre alte Warnung vor SMS-Abzockern aus Österreich und eine Warnung vor
einer angebliche neuen Überfallmethode in Frankreich und der Schweiz. Diese Meldungen
sind falsch und können laut Ziemann beim Social Networking ignoriert werden.
Wer ist für solche Hoaxes verantwortlich?
Wer streut diese Falschmeldungen in Social Networks? Der
Experte macht zum einen Kriminelle dafür verantwortlich, die User auf ihre
Seite locken wollen, um dort persönliche Daten abzugreifen oder Malware zu
verschieben (a.d. Red. Malware sind Computerprogramme, die entwickelt wurden um
bei fremden Rechnern Schaden anzurichten: Bsp. Viren oder Würmer). Solche
Hoaxes können aber auch durch Missverständnisse entstehen, wenn User etwas
aufschnappen und falsch weitergeben. Es gibt aber auch User, die sich einen
Scherz erlauben und bewusst Falschmeldungen streuen.
Falschmeldungen sind vor allem lästig. Solange man nichts
runterlädt, oder auf externe Seiten klickt und seine Daten weitergibt, droht
keine große Gefahr.
Am meisten schaden solche Hoaxes beim Social Networking der
eigenen Reputation.Postet der User eine bekannte Falschmeldung in seinem Social
Network, fängt er sich schnell böse Kommentare ein und vermittelt einen naiven
und inkompetenten Eindruck. Schon um seine Reputation beim Social Networking zu
schützen, muss mit sämtlichen Warnhinweisen und Spendenaufrufen sehr vorsichtig
umgegangen werden. Julia Prockl, jp@consense-communications.de
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