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Von den Gärten Jardines del Partal aus gelangt man vorbei an der Kirche Santa María, die an der Stelle der abgerissenen Moschee erbaut wurde, zum Palast Karls V., der 1526 zu bauen begonnen, doch nie fertig gestellt wurde. 17 Meter hohe quadratische Palast mit seiner Seitenlänge von 63 Metern sollte durch eine Sondersteuer finanziert werden, die allen in Granada gebliebenen Mauren auferlegt wurde, blieb aber bis auf die Fassade und den inneren Säulenhof unvollendet. Hier stellt heute das Museo Nacional de Arte Hispano-Musulmán maurische Gegenstände aus, von denen viele ehemalige und sehr wertvolle Einrichtungsgegenstände der Alhambra sind.
Im Westen der Alhambra, zur Stadt hinzeigend sieht man die Ruinen der Alcazaba, von der nur noch die Umfassungsmauern und Türme übrig geblieben sind. In entgegen gesetzter Richtung hingegen sieht man die Alhambra Alta, die oberen Gärten, deren Ringmauer mit Türmen umgeben ist, die zum Teil begehbar sind. Etwas Besonderes ist hier der Torre de las Damas, ein Festungsturm an den sich eine Bogenhalle mit Wasserbecken und eine kleine Moschee anschließen. Hier oben findet man zudem das älteste Kloster Granadas, den Convento de San Francisco, der 1495 aus einem alten maurischen Palast entstand. Unbedingt sollte man den Torre de las Infantas, den Turm der Prinzessinnen besichtigen, dessen innere Halle nicht nur ungewöhnlich schön ausgeschmückt ist, sondern den man auch bis auf die obere Plattform besteigen kann.
Leicht Nordöstlich gegenüber der Alhambra sieht man den Palacio del Generalife, den Gartenpalast, der ab 1319 als Sommerresidenz der arabischen Könige diente. Der Name, der auf arabisch djennat al-Arif war, heißt soviel wie Palast im Garten des Architekten, da das besondere hier weniger der Palast als der Park darum ist. Dieser erinnert ein wenig an italienische Renaissancegärten, mit seinen zahlreichen Grotten, Terrassen, Wasserspielen, Blumenbeeten und kunstvoll geschnittenen Hecken, und ist die Hauptattraktion am Generalife. Den Palast kann man teilweise ebenfalls besichtigen, wobei man hier vor allem einen Blick aus den Fenstern des prachtvollen Sala de los Reyes werfen sollte, der eine herrliche Sicht über die Alhambra und das Darrotal bietet.
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