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Veröffentlicht : October 14, 2010 |
Autor : Mohawk
Kategorie : Gesundheit | Bisher
gelesen
: 198
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Der stotternde Mensch lebt mit einer Beeinträchtigung, die seine
Ausdrucksmöglichkeit einschränkt und ihn in fast allen kommunikativen
Situationen behindert. Der in der Sprache beeinträchtigte Mensch fühlt
sich einsam, nicht gleichwertig und isoliert. Innerhalb der
Gesamtbevölkerung Deutschlands befinden sich 1% stotternde Menschen.
Prozentual sind mehr Jungen als Mädchen betroffen. Bei vielen Kindern
treten im Vorschulalter entwicklungsbedingt "Redeunflüssigkeiten" auf.
Hier bei handelt es sich meist nicht um ein Stottern und es bedarf
keiner Stottertherapie. In manchen Fällen kann sich aus dieser
entwicklungsbedingten Unflüssigkeit ein beginnendes oder bleibendes
Stottern entwickeln, das dann auch Behandlung innerhalb der Logopädie
bedarf. Falls es sich tatsächlich um Stottern handelt, zeigen die
Betroffenen meist folgende Symptome: Laute, Silben oder Worte werden
wiederholt; es kann zum Dehnen, Stocken oder Pressen der einzelnen Worte
kommen; Sätze werden zum Teil abgebrochen; es entsteht eine Anspannung
beim Sprechen und es können Mitbewegungen von Körperteilen auftreten;
auch kommt es zu Atemstörungen. Patienten, die sich dieser Symptome
bewusst sind, vermeiden oft bestimmte Buchstaben oder Wörter, bei denen
es zum Stottern kommen kann. Je nach Umfeld, Gesprächspartner und
Gemütszustand des Sprechers kann die Störung unterchiedlich heftig
auftreten. Über die Ursachen der Sprechstörung gibt es verschiedene
Theorien. So gehen eininge Wissenschaftler der Logopädie davon aus, dass
genetische Ursachen zu Grunde liegen. Andere Vertreter der
Stottertherapie halten es für möglich, dass es im Gehirn eines
stotternden Menschens zu anderen Verbindungen kommt als bei einem
Menschen ohne Kommunikationsstörung. Neben diesen beiden gibt es noch
viele weitere Ansätze zur Erklärung des Stotterns. Abgeleitet von den
vielen Theorien zur Entstehung des Stotterns gibt es auch viele Ansätze
in der Stottertherapie. In einigen Therapien wird damit gearbeitet, die
Personen mit dem Stottern zu konfrontieren, um ihnen einen entspannten
Umgang damit zu ermöglichen. Andere Logopäden versuchen die Art des
Sprechens und die Atmung zu beeinflussen, um das Stotterereignis zu
umgehen. In der Literatur gibt es zahlreiche weitere Therapieansätze.
Martin Hock m0hwk@web.de
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