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Schon immer haben Künstler die Krimstadt Sudak besucht und dort gelebt. Listet man sie alle auf, wird man fast an ein „Who is Who" Buch für russische Kultur erinnert: Die Dichterin Marina Iwanowna Zwetajewa, der Diplomat und Dichter Alexander Sergejewitsch Gribojedow, der Philosph Nikolai Alexandrowitsch Berdjajew, die Schriftstellerin Anna Andrejewna Achmatowa und ihr Kollege Michail Afanasjewitsch Bulgakow, nicht zu vergessen Lew Nikolajewitsch Graf Tolstoi und Andrei Bely. Was lockt die Literaten nach Sudak an die Südostküste der Krim? Mit etwas über 35.000 Einwohnern ist Sudak nicht besonders groß. Die Stadt gilt als eine der ältesten Städte auf der Krim, bereits zwei Jahrtausende vor Christus siedelten hier Menschen. Offiziell Gegründet wurde Sudak 212 nach Christus von den Alanen. Verschiedenste Völker eroberten die Krim, siedelten sich in Sudak an und verschwanden, nicht ohne Spuren zu hinterlassen. Die Stadt und Ihre Umgebung sind gefüllt mit Hinterlassenschaften der Tauren, der Genueser, der Tartaren, Byzantiner und einigen anderen Völkern. Allen scheint es hier recht gut gefallen zu haben, denn niemand verließ die Region freiwillig. Die Gegend der Krimstadt ist sehr malerisch. Uralte Bäume säumen die Straßenränder, die Silouette der Genueser Festung zeichnet sich vor dem Abendhimmel ab. Im Osten endet das Tal, in dem Sudak liegt, mit dem Berg Aj-Georgij und dem Kap Altschak. Die westliche Grenze des langen Tals ist der Berg Pertschem, der ganz mit Wald bedeckt ist. Nebeneinander existieren subtropische Pflanzen und Nadel- oder Laubwälder, das Steppenfedergras und die spärliche Vegetation der Wüste. Diese auch für die Krim einzigartige Natur und dazu die zahlreichen historischen Denkmäler… nicht umsonst ist die Gegend ein Platz für Romantiker. In der fruchtbaren Umgebung von wachsen allerlei Früchte. 1878 wurde vom russischen Fürsten Leo Sergejewitsch Golizyn das bedeutende Weingut Nowi Swet gekauft – und im Auftrag des Zaren zu einem der bedeutendsten Weingüter der Krim ausgebaut. Hierher kommt der Krimsekt. Rund um das Gut entwickelte sich Sudak zur bedeutenden Wein- und Sektstadt. Dem Klima entsprechend siedelten sich – auch schon zu Zarenzeiten – Sanatorien an, heute würde man diese Wellness-Hotels nennen. Ein angenehmes Klima, eine gute kulinarische und touristische Infrastruktur und eine einmalige Landschaft – was mehr braucht eine Stadt um zu einen Zentrum für den Tourismus zu werden. Fragt sich jetzt nur, wie lange auch die westlichen Reiseveranstalter brauchen, das zu bemerken.
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