Jeder kennt Tattoos, lange waren sie überwiegend an Männern zu sehen, in jüngster Zeit sind es gerade Frauen und Mädchen, die sich tätowieren lassen. Ganz besonders "in" sind dabei Tätowierungen über dem Steißbein. Um Tattoos aufzubringen, werden
Tattoovorlagen benutzt. Das können zum Beispiel Bilder von Tieren, Fantasiefiguren oder blumenartige Muster sein. Nach dieser Tattoovorlage wird das Bild in die Haut gestochen. Die Vorlage wird dazu auf die Haut aufgeklebt. Das Stechen der Tätowierung selbst geschieht meist mittels einer Tätowiermaschine, die mit Hilfe einer oder mehrerer Nadeln die Farbe in die Haut einbringt, beziehungsweise einsticht. Es ist darauf zu achten, dass die Farbe tief genug in die Haut eingebracht wird, denn ein zu oberflächliches Stechen würde kein dauerhaftes Ergebnis bringen. Da sich die Haut ständig erneuert, würde die Farbe einfach wieder mit abgebaut werden. Die Farbe muss in die mittlere Hautschicht, die so genannte Dermis gelangen.
Die Menschen haben unterschiedliche Beweggründe, sich ein Tattoo stechen zu lassen. Für die einen ist es schlicht Schmuck, die anderen wollen damit Protest ausdrücken, was besonders in der Punkbewegung der Fall ist. Wieder andere tragen Tätowierungen als rituelle Symbole oder als Zeichen einer Mitgliedschaft zu einer bestimmten Gruppe. Vor der Entscheidung für
Tattoos ist aber stets zu bedenken, dass dies eine Entscheidung für sehr lange Zeit ist. Gerade Frauen leiden später oft darunter, wenn zum Beispiel unter einem schicken Abendkleid ein Tattoo sichtbar ist. Natürlich gibt es Möglichkeiten der Entfernung von Tätowierungen. Dabei wird mit Hilfe eines Rubinlaser das Kollagen aufgespalten, das sich um die einzelnen Farbpigmente in der Haut gelegt hat. So kann die Haut die Farbe wieder abbauen. Da aber immer wieder eine erneute Einkapselung erfolgt, sind in der Regel mehrere Lasersitzungen nötig.