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Professionelles Fußball auf Asche – unvorstellbar. Dabei ist der deutsche Volkssport schon fast einzigartig damit, dass im Training ein zweiter Belag Anwendung findet und bespielt wird. Tennis dagegen kann mit einer Abwechslung – und Herausforderung – aufwarten, die kein Pendant in der Sportwelt findet. Auf derzeit sieben verschiedenen Belägen wird bei Turnieren Tennis gespielt – wer nicht auf allen verwendeten Untergründen zurecht kommt, hat keine Chance, in die Weltspitze vorzudringen. Entsprechend vielfältig muss trainiert werden, jeder Belag beim Tennis hat seine Eigenheiten und erfordert ein unterschiedliches und darauf abgestimmtes Spiel des Aktiven. Für Zuschauer freilich macht die Vielfalt den Tennissport noch interessanter, zumal sie immer andere Spielweisen der Stars zu sehen bekommen.
Während der Ball auf Sandplatz (berühmtestes Turnier auf Sand: Die French Open in Paris) außerordentlich hoch abspringt und so Spielern entgegen kommt, die harte und platzierte Schläge spielen können, springt die Filzkugel auf dem klassischen Tennis-Untergrund Rasen nur sehr niedrig ab. Hier gilt es, einen spritzigen Antritt sowie eine gute Ausdauer zu haben, um einen platziert geschlagenen Ball überhaupt zu erreichen und noch mit ausreichend Druck zurück spielen zu können. Da der Pfelgeaufwand für diesen Platz im Vergleich zu Sand oder Beton sehr hoch ist, findet Gras beim Tennis nur – noch – in den höheren Ligen sowie im Profibereich Verwendung.
Teppich – insbesondere bei Tennis-Hallenturnieren im Winter zu finden, erfordern wiederum ein ganz anderes Tennis. Hier verlangsamt der Boden den Tennisball, so dass reine Serve'n'Volleyspieler auf diesem Untergrund meist überhaupt nicht zurecht kommen und dort ausgetragene Turniere entweder meiden beim Tennis oder sich schon in den ersten Runden verabschieden.
Johannes Haupt article-publisher (at) haupt.it
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