Ist doch ganz einfach. Wenn man drinnen arbeitet, benötigt man einen Trockensauger. Geht es um Schmutz und Wasserreste, ist ein Nasssauger richtig, oder? Ganz so einfach ist die Sache nicht, wenn man Wert auf Qualität und ein gutes Reinigungsergebnis legt. Zunächst einmal zu den Geräten selbst. Hier tummelt sich eine breite Vielfalt im Angebot. Vom Sonderpreis für 30 Euro bis sage und schreibe 800 Euro sind alleine Trockensauger erhältlich. Saugen kann man mit beiden. Die Unterschiede liegen in der Leistung und Haltbarkeit. Ein preiswertes Modell mag zwar über 2.000 Watt Leistungsaufnahme haben. Davon bleibt in der Praxis oft wenig übrig. Schon bei einem nur halb vollen Beutel sinkt die Saugleistung teilweise dramatisch. Ein eindeutiges Zeichen hierfür ist eine sehr warme Abluft. Das, was eigentlich als Leistung fürs Saugen gedacht war, verpufft in hoher Wärmeentwicklung beim Motor.
Hier können die Profigeräte mit anderen Leistungen aufwerten. Oft sind sie nominell schwächer, verfügen dafür aber über eine sehr wirkungsvolle Turbine und einen effizienten Motor. Unter dem Strich kann so ein
Trockensauger für gewerblichen Gebrauch mehr schaffen, als ein vermeintlich leistungsstärkeres Gerät aus dem Konsumerbereich. Wenn es um sehr starke Maschinen geht, führt kein Weg am Profigerät vorbei. Mit zwei oder drei Turbinen bauen sie reichlich Unterdruck auf, der auch bei einem Hotel oder auf einer Messe den Schmutz aus dem Teppich saugt. Selbstredend sieht dabei auch die Mechanik anders aus. Ohne Hochglanzhaube, dafür im stoßfesten Gehäuse, verkraftet ein Profi-Trockensauger manch einen Rempler, wenn er über den Flur gezogen wird und aneckt. Hochglanzgehäuse haben schnell unansehnliche Kratzer und viele Geräte sind zudem nicht schlagfest.
Etwas anders sieht es aus bei einem Nasssauger. Für die Mechnaik und Haltbarkeit gelten analoge Eigenschaften zum Trockensauger. Für die Art des Wasserauffangs ist das Einsatzspektrum entscheidend. Ein gehäuse aus Kunststoff ist im allgemeinen schlagfest. Hier und da eine Kollision mit Gegenständen in der Werkstatt stecken gute Geräte problemlos weg. Dafür sind sie anfälliger gegen Säuren, aggressive Lösungsmittel und starb basische Reiniger. Wer mit viel Chemie arbeitet, sollte eher zum Edelstahlgehäuse greifen. Das sieht zwar nach recht kurzer Zeit durch Kratzer und kleine Beulen nicht mehr gut aus, hält dafür aber die „Suppe" sauber im Gehäuse. Für Standardaufgaben, d.h. mal eben draußen nasses Laub wegsaugen, eignen sich beide
Nasssauger gleichermaßen.
Georg Grohs
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