Veröffentlicht : January 20, 2010 |
Autor : martina Kategorie : Auto und Verkehr | Bisher
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Fast jeder besitzt heutzutage eine schicke
Armbanduhr. Der Uhrenmarkt ist riesig und es gibt unzählige verschiedenartige Modelle
von Damen- und Herrenuhren. Doch das
war nicht immer so. In der Antike waren Armbanduhren noch völlig unbekannt.
Stattdessen herrschte im alten Griechenland etwa die Wasseruhr vor. Sie
funktioniert, indem in ein Gefäß Wasser entweder ein-oder ausfließt. Am
jeweiligen Wasserstand konnte man dann die bereits verflossene Zeit ablesen.
Weiterentwickelt wurde dieses Prinzip, indem man einenSchwimmer auf die Wasseroberfläche setzte,
dessen Bewegung ein Räderwerk in Gang setzte. Dieses war mit einer Zeitanzeige
auf einem Ziffernblatt verbunden und ermöglichte auf diese Weise das Ablesen
der genauen Uhrzeit. Eingesetzt wurden
die Wasseruhren zum Beispiel vor Gericht, um die Redezeit der jeweiligen
Beteiligten zu begrenzen. Noch heute erinnern Redewendungen wie „Die Zeit ist
abgelaufen“ nicht nur an den fließenden Charakter der Zeit, sondern auch an die
Verbindung von Zeit und Wasser.
Die Römer kannten neben der Sonnenuhr ebenfalls die
Wasseruhr. Beide Techniken haben sie wahrscheinlich von den Griechen übernommen
und im „Imperium Romanum“ verbreitet. In Trier, der ehemaligen Römermetropole
„Augusta Treverorum“ wurden sogar die Überreste eines Turmes entdeckt, der dem
berühmten „Turm der Winde“ in Athen, einer kombinierten Wasser- und Sonnenuhr,
verblüffend ähnlich sah. Eine Orientierung an der griechischen Technik kann
also angenommen werden. In Deutschland waren sowohl Sonnen- als auch Wasseruhr
spätestens seit der Römerzeit bekannt. Leider ging dieses Wissen mit dem
Untergang des römischen Reiches für sehr lange Zeit wieder verloren.
Bis zur Blüte der Uhrmacherkunst in Europa, wo
sowohl die speziellen Herren- als auch die Damenuhren
entwickelt wurden, sollte es noch viele Jahrhunderte dauern.