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In Deutschland findet man zweierlei soziale Sicherungssysteme zur Absicherung im Krankheitsfall– die gesetzliche und die private Krankenversicherung. Der wichtigste Unterschied zwischen beiden ist die Möglichkeit, sich dort zu versichern. So kann sich beispielsweise jeder Arbeitnehmer, jeder Rentner oder Schüler, jeder Freiberufler in der gesetzlichen Krankenkasse versichern. Um aber in der privaten Krankenkasse aufgenommen zu werden, muss man bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Es gibt die Möglichkeit sich als Freiberufler oder Selbstständiger in der privaten Krankenversicherung zu versichern, ohne bestimmte Einkommensgrenzen zu erreichen. Will sich jedoch ein Arbeitnehmer privat versichern, muss er die gesetzlich festgelegten Einkommensgrenzen überschreiten. Diese liegen seit 2006 bei 47.250 Euro Jahreseinkommen. Die Beitragshöhe der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) richtet sich dabei nach dem erzielten Einkommen der Arbeitnehmer. In der Privaten Krankenversicherung (PKV) spielen dagegen das entsprechende Eintrittsalter, evtl. Vorerkrankungen, das Geschlecht und bei Selbstständigen oft auch die Branche, in der sie tätig sind, eine Rolle. So werden Frauen grundsätzlich höhere Beiträge zahlen, da die Gesellschaften auf Erfahrungswerte zurückblicken können. Diese sagen aus, dass Frauen öfter und regelmäßiger ihre Arzttermine und Kontrolluntersuchungen einhalten, weshalb natürlich auch die Kosten höher sind. Zudem leben Frauen statistisch gesehen länger, was eine längere Behandlungsdauer, verbunden mit höheren Kosten verursacht. Aber auch die gewählten Leistungen in den einzelnen Tarifpaketen sind von großer Bedeutung für die monatlichen Beiträge in der PKV. Verständlicherweise müssen Sie mit höheren Beiträgen rechnen, wenn Sie die Chefarztbehandlung wünschen, oder gar ein Einzelzimmer bei stationären Behandlungen.So gesehen kann man sagen, dass die GKV „gerechtere" Beiträge bietet, weil Männer und Frauen, egal welchen Alters, jeweils gleich hohe Beiträge zahlen. Denn diese richten sich ausschließlich nach dem monatlich erzielten Einkommen. Auch bei häufigen Krankheiten steigt hier der Beitrag, im Gegensatz zur PKV, nicht weiter an. Denn die gesetzlichen Krankenversicherungen basieren auf einer solidarischen Gemeinschaft, in der jeder für den anderen mit aufkommt.
Sascha Richter, info [at] sascha-richter.de
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