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Ein weiteres Fach liefert
dann noch den Forschungsgegenstand. Dieser ist vor allem in den
Verkehrswissenschaften verankert. Kurz gesagt, kann man einfach definieren,
dass die Verkehrspsychologie mit den Methoden der Psychologie versucht
Fragestellungen rund um das menschliche Verhalten im Verkehr zu analysieren.
Entstanden ist die diese Wissenschaft in Deutschland, dem Mutterland des
Automobils. Als sich in den Großstädten der Verkehr langsam zu motorisieren
begann, kamen die ersten verkehrspsychologischen Fragestellungen auf, die beantwortet
werden mussten. Zum Beispiel versuchte man herauszufinden, welcher Typ Mensch
besonders für einen Einsatz als Fahrer einer Straßenbahn geeignet sei. Dies war
die Geburtsstunde der Verkehrspsychologie und schon damals wurde ein konkreter
psychologischer Ansatz gewählt, der einen sehr engen Praxisbezug hatte. Auch
heute ist die Verkehrspsychologie sehr eng an die Praxis gebunden und es gibt
viele verschiedene Berufszweige in diesem Umfeld. Das wohl größte
Tätigkeitsgebiet der Verkehrspsychologie ist die Diagnose. Man arbeitet hier
hauptsächlich für Behörden und versucht hier verschiedene Gutachten über
Personen zu erstellen, die im Straßenverkehr negativ aufgefallen sind. Diese
Gutachten entscheiden dann darüber, ob einer Person die Eignung zum Führen
eines Kraftfahrzeugs abgesprochen wird. Neben den verschiedenen Tätigkeiten bei
den Behörden, hat die Verkehrspsychologie aber auch Möglichkeiten im Bereich
der Privatwirtschaft zu bieten. Die Privatwirtschaft nutzt die Erkenntnisse der
Verkehrspsychologie, um die Produkte des Straßenverkehrs sicherer zu gestalten
oder lässt sich in dieser Hinsicht von Experten beraten.
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