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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : November 10, 2010 | Autor : Trini-ty
Kategorie : Sonstiges | Bisher gelesen : 410

  

Peaches, Paris, Santiago, Apple, Mercedes. Was sich auf den ersten Blick wie eine Liste aus wirr zusammengewürfelten Bezeichnungen für Städte, Automarken, Computerhersteller und Obstsorten liest, sind in Wirklichkeit Vornamen von Kindern der Klatschzeitungsprominenz. Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich streiten. Und trotzdem sind diese ausgefallenen Vornamen eher die Ausnahme. In Österreich beschränkt man sich immer noch lieber auf Altbewährtes. Das mag sicherlich auch daran liegen, dass es hierzulande nicht erlaubt ist seine Kinder beispielsweise: Hanswurst oder Flipper zu nennen. Grundsätzlich entscheidet das Standesamt bei der Anmeldung, ob der von den Eltern gewünschte Name das Persönlichkeitsrecht des Kindes verletzt. Bestehen Eltern dennoch auf ihren Namenswunsch enden solche Streitigkeiten nicht selten vor Gericht. Dann wird nach folgenden Kriterien entschieden: Eigentlich dürfen in Österreich keine Familiennamen, geographischen Namen oder Adelstitel als Vornamen eingetragen werden. Auf der anderen Seite kann man Namen geltend machen, die irgendwo auf der Welt als Vornamen geläufig sind. Das bedeutet also, dass es in Österreich ein Problem geben könnte, wenn man das Töchterlein Paris nennen möchte, die Eltern sich aber dann darauf berufen können, dass dies in den USA ein mehr oder weniger geläufiger Vorname ist. Ein prominentes Beispiel dafür ist ja schließlich ständig in sämtlichen Gazetten zu finden. Die Sache mit den Vornamen ist also nur scheinbar einfach.
Schaut man sich aber die beliebtesten Vornamen in Österreich an, wird schnell klar, dass die meisten Eltern nicht krampfhaft nach den ausgefallensten Babynamen suchen.
Bei Jungennamen rangieren immer noch Franz und Josef auf den ersten beiden Plätzen der Liste mit den häufigsten Vornamen. Bei den Mädchen sind es Maria und Elisabeth.
Und mal ehrlich, auch wenn diese vier Namen wenn man sie in der Fußgängerzone ruft wohl kaum für großes Aufsehen sorgen werden, klingt beispielsweise Franz Riedl immer noch besser als Santiago Riedl und Elisabeth Gruber besser als Peaches Gruber.
Doch wie gesagt, über Geschmack lässt sich streiten.





 

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