Natürlich stellt sich häufig die Frage, warum das
Chiptuning nicht direkt beim Hersteller vollzogen wird. Um Grunde muss der Hersteller in Serie für eine breite Masse produzieren. Die Kriterien, die der Hersteller dabei berücksichtigen muss, haben nun unterschiedlichste Gesichtspunkte. Hierbei muss der Hersteller internationale Abgasnormen, Klimaverhältnisse, unterschiedliche Kraftstoffqualitäten und andere Vorraussetzungen mit einkalkulieren. Da die Fahrzeuge und die Motoren nun mal in Großserie produziert Werden, können individuelle Leistungstoleranzen entstehen, die zu enormen Leistungsschwankungen führen können. Diesen Leistungsunterschieden wird dann durch den Hersteller über die Softwaresteuerung bestimmter Begrenzungen entgegengewirkt. Diese Begrenzungen ermöglichen eine einheitliche Leistung und Drehmomentwirkung der Motoren. Der Chiptuner kann nun unter Berücksichtigung der Toleranzen ein individuelles Chiptuning vornehmen, indem er die Kennfelder und die softwaregesteuerten Parameter, wie Einspritzmenge, Ladedruck oder Zündzeitpunkt verändert und damit eine Mehrleistung erzielt.
Der Hersteller lehnt diese Art des Chiptuning durch Dritte ab. Zum einen kann man sagen, dass fast ausschließlich jeder Hersteller ein Art der Produktgarantie anbietet. Mit dieser Garantie vermeidet er nun das Eingreifen in sein Produkt und kann Veränderungen, die den Motor negativ oder in anderer Weise beeinflussen könnten, völlig ausschließen. Unsachgemäße Veränderungen oder Beeinflussungen, die nicht mehr im Einflussbereich des Herstellers liegen, werden so vermieden und können das Produkt so auch nicht in ein schlechtes Licht rücken. Zudem behält der Hersteller sich das Recht vor, selber Chiptuning zu betreiben. Hier entsteht die Möglichkeit der kostengünstigeren Modellpolitik.
Das wird schnell am folgenden Beispiel klar: