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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : July 24, 2007 | Autor : ifk19451
Kategorie : Reisen und Urlaub | Bisher gelesen : 1368

  

Während es im innereuropäischen oder auch im innerdeutschen Verkehr zahlreiche Billigflieger gibt, muss man solche im Bereich von interkontinentalen Strecken mit der Lupe suchen. Woran liegt dies? Das Geschäftsmodell der Billigfluggesellschaften sieht so aus, dass versucht wird, an allen möglichen Ecken, die nicht sicherheitsrelevant sind, Geld einzusparen. Dies fängt damit an, dass die Standzeiten der Flugzeuge auf ein Minimum beschränkt werden, schließlich verdient das Flugzeug in jeder Minute, in der es nicht in der Luft ist, auch kein Geld. Dies wird auch dadurch erreicht, indem gezielt Flughäfen ausgesucht werden, auf denen wenig Verkehr herrscht. Häufig liegen solche Flughäfen fernab großer Zentren. Durch eine großzügige direkte oder indirekte Subventionierung durch die öffentliche Hand wird es solchen Airports zudem ermöglicht, besonders günstige Start- und Landegebühren zu erheben. Was den Steuerzahler ärgern mag, ist des Billigfliegers Freude. Es liegt auf der Hand, dass das Geschäftsmodell am ehesten dann aufgeht, wenn ein hoher Durchsatz an Passagieren stattfindet und sich die kurzen Standzeiten und die niedrigen Landegebühren möglichst oft positiv auswirken. Wer billige Flüge auf Fernstrecken sucht, tut sich hingegen schwerer.

Diese sind für Billigflieger weniger interessant, weil sich hier die Vorteile der Billigflieger kaum auswirken. So ist bei einer Flugzeit von 10 Stunden über den Atlantik kaum relevant, ob die Standzeit der Maschine am Abflughafen 20 Minuten kürzer oder länger war. Ebenso verhält es sich bei den Flughafengebühren. Ob diese 20 Euro teurer oder billiger sind, spielt angesichts immenser Spritkosten kaum noch eine Rolle. Häufig wird hier das Geschäftsmodell der Billigfluggesellschaften, von kleineren Flughäfen aus zu starten, sogar zum Nachteil, weil dort auf Grund der niedrigeren Bevölkerungszahl kaum genügend Passagiere für Fernstrecken generiert werden können. Dass etliche Billigflieger nun trotzdem in den Bereich der Fernflüge eintreten wollen, dürfte eher daran liegen, dass die Kurz- und Mittelstrecken schon weitgehend abgegrast sind. Für den Passagier ist die Entwicklung dennoch positiv, da Konkurrenz bekanntlich das Geschäft belebt.

Ingolf Kreuzer

info |at| mowham.com




 

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