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Der Wein kommt nach Germanien
Die Geschichte von Wein begann vor über
5.000 Jahren in Vorderasien, wo indogermanische Völkerstämme
erstmals Wein aus Wildreben bereiteten. Erstmal schriftlich erwähnt
wurde Wein in den Schriften griechischer Philosophen und Dichter. Die
alten Griechen begannen damit die vorhandenen Wildreben zu veredeln
und gelten deshalb als die Begründer der Weinkultur. Weinbau war zu
dieser Zeit in Germanien noch nicht bekannt, aber der Rebensaft aus
Griechenland wurde bereits in großen Mengen getrunken. Der Weinanbau
auf deutschem Gebiet entstand vor ungefähr 2000 Jahren, als die
Römer das frühe Germanien besetzten. Die römischen Legionen
mussten mit Wein aus der Heimat versorgt werden, so dass dieser in
großer Anstrengung über die Alpenpässe transportiert wurde. Weil
der Transport von Wein nach Germanien zu mühsam wurde, brachten die
römischen Truppen Rebstöcke in das besetzte Gebiet und kelterten
Wein selbst.
Die Wurzeln des Wein-Anbaus in
Deutschland
Die Römer erkannten bald, dass der
Wein aus dem Norden besonders frisch und vielfältig im Geschmack
ist. Zunächst war der Weinanbau in römischer Hand, wurde aber nach
und nach von deutschen Klöstern übernommen, die den Anbau bis nach
Preußen ausdehnten. Karl der Große förderte die weitere
Ausbreitung und den kommerziellen Wein-Anbau in Deutschland. Er ließ
zahlreiche neue Weinberge anlegen und interessierte sich für die
Zucht neuer Rebsorten. Die flächenmäßige Ausdehnung des Weinbaus
in Deutschland erreichte unter Karl dem Großen ihren Höhepunkt.
Orte wie Mainz, Worms oder Speyer , die für ihren Wein-Anbau bekannt
sind erleben im 8. Jahrhundert ihre erste Blütezeit. Wein wird zum
begehrtesten Volksgetränk in Deutschland.
Nach der Aufspaltung des Frankenreiches
breitet sich der Weinanbau auch in Mitteldeutschland aus und sogar an
der Ostseeküste wird Wein angebaut.
Durch den dreißigjährigen wird der
Weinanbau in Deutschland erheblich zurückgeworfen, aber in den
rheinischen Gebieten entwickelt er sich dennoch zu einem
ertragreichen Wirtschaftszweig, der die Region bis heute prägt.
Deutscher Wein weltweit erfolgreich
Durch die Eroberungen Napoleons
verlieren die Klöster die Vorherrschaft über den Weinanbau und wird
von privaten Winzern übernommen, die neue Qualitätsstandards in der
Kelterei einführen. Da die weißen Reben hervorragend an die
klimatischen Bedingungen am Rhein angepasst sind, wird in Deutschland
überwiegend Weißwein hergestellt. Der deutsche Wein überzeugte
schon damals mit einem einzigartigen Bouquet und erlangte
international Bekanntheit. Weißwein aus Deutschland wurde bis nach
England, Böhmen und Russland exportiert.
Heute werden mehr als 2 Millionen
Hektoliter deutscher Wein pro Jahr exportiert. Zu den beliebtesten
deutschen Sorten gehören der Riesling und Burgunder, die für ihr
frisches fruchtiges Bouquet bekannt sind.
Heiko Konradt E-Mail: heiko.konradt@googlemail.com
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