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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : February 11, 2010 | Autor : HeikoK
Kategorie : Essen und Trinken | Bisher gelesen : 241

  

Der Wein kommt nach Germanien


Die Geschichte von Wein begann vor über 5.000 Jahren in Vorderasien, wo indogermanische Völkerstämme erstmals Wein aus Wildreben bereiteten. Erstmal schriftlich erwähnt wurde Wein in den Schriften griechischer Philosophen und Dichter. Die alten Griechen begannen damit die vorhandenen Wildreben zu veredeln und gelten deshalb als die Begründer der Weinkultur. Weinbau war zu dieser Zeit in Germanien noch nicht bekannt, aber der Rebensaft aus Griechenland wurde bereits in großen Mengen getrunken. Der Weinanbau auf deutschem Gebiet entstand vor ungefähr 2000 Jahren, als die Römer das frühe Germanien besetzten. Die römischen Legionen mussten mit Wein aus der Heimat versorgt werden, so dass dieser in großer Anstrengung über die Alpenpässe transportiert wurde. Weil der Transport von Wein nach Germanien zu mühsam wurde, brachten die römischen Truppen Rebstöcke in das besetzte Gebiet und kelterten Wein selbst.


Die Wurzeln des Wein-Anbaus in Deutschland


Die Römer erkannten bald, dass der Wein aus dem Norden besonders frisch und vielfältig im Geschmack ist. Zunächst war der Weinanbau in römischer Hand, wurde aber nach und nach von deutschen Klöstern übernommen, die den Anbau bis nach Preußen ausdehnten. Karl der Große förderte die weitere Ausbreitung und den kommerziellen Wein-Anbau in Deutschland. Er ließ zahlreiche neue Weinberge anlegen und interessierte sich für die Zucht neuer Rebsorten. Die flächenmäßige Ausdehnung des Weinbaus in Deutschland erreichte unter Karl dem Großen ihren Höhepunkt. Orte wie Mainz, Worms oder Speyer , die für ihren Wein-Anbau bekannt sind erleben im 8. Jahrhundert ihre erste Blütezeit. Wein wird zum begehrtesten Volksgetränk in Deutschland.

Nach der Aufspaltung des Frankenreiches breitet sich der Weinanbau auch in Mitteldeutschland aus und sogar an der Ostseeküste wird Wein angebaut.

Durch den dreißigjährigen wird der Weinanbau in Deutschland erheblich zurückgeworfen, aber in den rheinischen Gebieten entwickelt er sich dennoch zu einem ertragreichen Wirtschaftszweig, der die Region bis heute prägt.


Deutscher Wein weltweit erfolgreich


Durch die Eroberungen Napoleons verlieren die Klöster die Vorherrschaft über den Weinanbau und wird von privaten Winzern übernommen, die neue Qualitätsstandards in der Kelterei einführen. Da die weißen Reben hervorragend an die klimatischen Bedingungen am Rhein angepasst sind, wird in Deutschland überwiegend Weißwein hergestellt. Der deutsche Wein überzeugte schon damals mit einem einzigartigen Bouquet und erlangte international Bekanntheit. Weißwein aus Deutschland wurde bis nach England, Böhmen und Russland exportiert.

Heute werden mehr als 2 Millionen Hektoliter deutscher Wein pro Jahr exportiert. Zu den beliebtesten deutschen Sorten gehören der Riesling und Burgunder, die für ihr frisches fruchtiges Bouquet bekannt sind.

Heiko Konradt

E-Mail: heiko.konradt@googlemail.com





 

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