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Veröffentlicht : January 20, 2009 | Autor : rhelms
Kategorie : Computer | Bisher gelesen : 1013

  
Das Wesen von Imagesoftware

Imagesoftware sind Computer-Programme, die dazu dienen, eine komplette Festplatte oder Partition eines Rechners in einer Datei auf einem anderen Datenträger zu sichern.

Wer ein komplettes Windows- oder Linux-System installiert und konfiguriert hat, weiß, dass dies mit sehr viel Arbeit verbunden ist. Das Betriebssystem muss nicht nur installiert und konfiguriert werden. Es sind auch Anwendungsprogramme zu installieren und vielfältige Einstellungsmöglichkeiten in Bezug auf die Hardware zu treffen. Wenn nun durch eine fehlerhafte Programminstallation, durch fehlerhafte Bedienung oder durch Viren- oder andere Schadprogramme diese grundlegende Installation zerstört wird, dann ist mindestens genau so viel Zeit für die Rekonstruktion zu verwenden, wie für die ursprünglichen Arbeiten.

Für diesen Fall wäre es gut, wenn man von der System- oder Startpartition (die Festplatte auf der das Betriebssystem und die wichtigsten Einstellungen und Anwendungsprogramme liegen) eine Komplettsicherung hätte. Imagesoftware wie Norton Ghost, True Image, oder Driveimage ermöglichen solche Sicherungen in einer Datei, die dann als Image bezeichnet wird. Imagesoftware legt auf Wunsch des Benutzers eine komplette Sicherung der System- oder Startpartition an. Dies kann auf einer zweiten Partition oder Festplatte aber auch auf DVDs oder CDs erfolgen.

Falls mal der Fall der Fälle eintritt, dann kann man den Rechner über spezielle Disketten oder sonstige Bootdatenträgen starten und das Image vom externen oder internen Datenträger aus einspielen. Da inzwischen die Imageprogramme auch Datentransfer aus dem Internet unterstützen, kann das Image auch auf einen FTP-Server liegen. Wenn man die relevanten Zugangsdaten hat, dann kann man die Wiederherstellung des Images also ohne jede Hardware in Gang setzen. Jede Art von Virus- oder Schadprogramm, das den Start-Datenträger zerstört hat, ist damit beseitigt. Fehlerhafte Installationen, die das Betriebssystem in den Abgrund geführt hat, sind ebenso gelöscht wie jede Konfigurationsänderung, die die Arbeit mit dem Rechner unterbunden hat.

Alle Fehler oder Veränderungen seit der letzten Sicherung gehen auf dem Startdatenträger verloren. Deshalb ist es sehr wichtig, dass man seine Anwendungsdaten auf einer zweiten Partition gespeichert hatte. Unter Windows ist die Startpartition meistens das Laufwerk C:. Viele User speichern die Daten der Anwendungsprogramme (Word-Dateien und weitere Daten) meist im Verzeichnis "Eigene Dateien", das standardmäßig auch auf C: liegt. Dieses Verzeichnis muss auf eine zweite Partition (beispielsweise D:) verschoben werden. Falls es noch keine zweite Partition gibt, dann kann man diese Partition mit dem Imageprogramm anlegen. Den Nutzern des Rechners ist natürlich einzuschärfen, dass sie keinesfalls C: zum Speichern von Daten verwenden dürfen. Darüber hinaus sollte der Systemverwalter dafür sorgen, dass wichtige Konfigurationsdateien (Favoritenlisten, relevante Konteninformationen von E-Mail-Programmen) ebenfalls auf der zweiten Partition abgelegt werden.

Muss man hingegen viele baugleiche PCs mit derselben Grundkonfiguration versehen, dann bewährt sich auch die Imagesoftware. Denn dann kann man einen PC komplett und umfassend installieren und konfigurieren sowie ausführlich testen. Anschließend erstellt man dann das Image und spielt es auf allen baugleichen Rechner auf. Damit klont man den Rechner und spart sehr viel Zeit ein. Zum Einsatz in einem Netz müssen aber noch bestimmte Daten auf den einzelnen Klons unterschiedlich gemacht werden. Die Profivarianten der Imagesoftware unterstützen den Verwalter aber bei diesen Veränderungen.












 

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