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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : September 05, 2007 | Autor : Diarmiud
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 1354

  
Das Wort Yoga leitet sich aus dem Sanskrit Fachausdruck ,,juj“ her der anfangs das Anbinden oder Anjochen von Zugtieren vor einen Karren meinte. Eine der ursprünglichen Texte des Yogas sind die Sutren von Patanjali, in ebendiesen schreibt er 195 Überlegungen zur Natur des Verstandes oder Geistes, der Erscheinungen und den Erwiederungen und Taten, die ein Yogi durchführen sollte um zwanglos zu sein, Klarsicht zu erringen oder wie immer man den glückseligen Zustand benennen will.

In den Sutren weißt er auf acht Pfade des Yoga hin, die er dem nach Erkenntnis strebenden nahe legt, zu beherzigen:

Pfad 1 ist Yama und umfasst Moral und Ethik, konkret Friedfertigkeit, also niemanden zu verletzen oder gar umzubringen, sowohl auf den Körper als auch auf den Geist bezogen. Auch sollte man absolut nie schwindeln, Wahrheitsgetreu sein, „Nicht rauben“ also seiner Gier oder seinem Neid nicht nachzugehen, einen koscheren Lebenswandel haben, hier insbesondere die Enthaltsamkeit bewahren, jedwede Sinneslust lassen und auch keine Geschenke zu akzeptieren, da dieses immer zu Verpflichtungen hinführt.

Pfad 2 beinhaltet die Seelenschau und wird Niyama genannt: Reinheit im inneren und äußeren, Zufriedenheit, Enthaltung oder auch Disziplin, Studium, sprich Lernen sowie der Hingabe an das oberste Prinzip, also Allah oder wie immer man es titulieren will.

Pfad 3 sind die Asanas oder auch Körperübungen: In diesem Fall ist darauf hinzuweisen, dass bei Patanjali noch nicht von den umfassenden Stellungen, die heute viele der Yoga-Schüler so emsig übt, die Rede ist, sondern in der Hauptsache ein Sitz zu üben ist, der stabil und bequem ist. Es geht größtenteils darum, dass der Körper den Menschen bei der Meditation nicht mehr dazwischenfunkt.

Pfad 4 ist Pranayama, die Übung des Atems: Durch Aufmerksamkeit auf den Atem und dessen Regelung funktioniert unter anderem der Übergang zur Meditation viel leichter.

Pfad 5 nennt sich Pratyahara und wird als Zurückziehen der Sinneswahrnehmungen dargestellt: Hierbei liegt auch wieder die Absicht darin, ohne Störung von äußeren Dingen in die Einsicht eintauchen zu können. Ein Weg dahin liegt in der anständigen Observation der Gedanken und Gefühle, ohne diese abändern zu wollen.

Pfad 6, Dharana oder Fokussierung, umfasst die Sammlung der Gedankenströme auf einen Punkt hin - sie sind gleichsam komplett konzentriert, was sich unproblematisch anhört und umso beschwerlicher zu realisieren ist.

Pfad 7, Dhyana, ist letztlich die wohlbekannte Meditation: Diese Meditation entsteht aus der inneren Ruhe zusammen mit Achtsamkeit und reiner Präsenz. Auf dem Markt sind etliche Techniken zur Mediation, hier kann der Yoga-Schüler prüfen, welche für ihn am besten geeignet ist.

Pfad 8 schließlich ist Samadhi, die komplette Kontemplation, die Erleuchtung, man hat Selbsterkenntnisse von wertvoller Geltung.

Autor: Peter Bödeker
Email: av(at)boedeker.de




 

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