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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : November 18, 2007 | Autor : yogiraj
Kategorie : Gesundheit | Bisher gelesen : 1263

  
Yoga. Eine Erklärung des Yoga und seiner Ausrichtung
Da in fast allen Yogaschulen der Yoga unterschiedlich vermittelt wird, soll hier eine grundlegende Erklärung des Yoga versucht werden.
Das Wort Yoga leitet sich aus dem indischen Wort yuj ab, was soviel bedeutet wie: ,,wieder anbinden" in ,,Beziehung bringen". Spannenderweise ist die Bedeutung unseres Wortes Religion sehr ähnlich. Es leitet sich aus dem lateinischen Wort religere beziehungsweise religiare her und bedeutet ebenfalls ,,wieder anbinden".
Es geht daher in der Praxis des Yoga darum mit sich selbst, wie auch mit allem um uns herum, mit dem Leben, der Schöpfung, wieder mehr in Beziehung und Verbindung zu treten.
Der Yoga bezeichnet nicht so sehr einen bereits vorgefertigten Weg, dem der Mensch nur folgen muß, damit er an einem feststehenden Ziel ankommen kann.
Sondern Yoga bietet den Menschen Methoden und Wege an, wieder für die innere menschliche Natur oder das Atman, wie es die Yogis nennen aufzuwachen. Diese innere menschliche Natur ist gleichzusetzen mit dem, was in den westlichen Religionen die Seele genannt wird, deren Existenz viele Menschen der heutigen Zeit vergessen haben oder gar mangels Beweisbarkeit leugnen.
Oberflächlich betrachtet erscheinen, der wissenschaftlich geprägte Verstand und die Seele sich unvereinbar gegenüber zu stehen. Trotzdem wird heutzutage immer wieder versucht, sogenannte Ziele des Yoga oder anderer, westlicher wie östlicher Weisheitslehren, wie zum Beispiel geistige Freiheit oder Erleuchtung, verstandesgemäß, in festgelegten Formeln zu beschreiben.
Wenn wir aber die Komplexität des menschlichen Daseins, des Lebens betrachten, erkennen wir möglicherweise, daß selbst der gebildetste Geist unweigerlich auf Probleme stoßen wird, wenn er versucht, die unendliche Vielfalt der Verknüpfungen, Beziehungen und Wechselwirkungen in dieser Welt mittels festgelegter statischer Formeln zu beschreiben.
Ist es nicht so, daß sich im Leben permanent alles verändert, immer wieder neue unvorhersehbare Faktoren ins Spiel kommen?
Der wissenschaftliche Geist, mit seinem Wunsch diesen Prozeß zu analysieren und zu verstehen, versucht nun die einzelnen Bestandteile zu erkennen und gegeneinander abzuwägen, was richtig oder falsch ist, er zerlegt gewissermaßen die Gesamtheit in viele einzelne Fragmente. Am Ende steht er vor einem großen Haufen von Bruchstücken oder Fragmenten und entwickelt, ganz wissenschaftlich, mittels These und Antithese eine Synthese. Die hält er so lange für eine reale Beschreibung des Daseins, bis die Bewegung fortgeschritten ist, und seine Analyse sich als nicht mehr zutreffend erweist.
Stellen wir uns aber die Frage, ob es dem seiner Natur nach begrenzten Verstand möglich ist das Grenzenlose, den Schritt heraus aus der Begrenztheit, zu verstehen?
Das Ziel des Yoga, wenn überhaupt von einem Ziel sprechen können, ist es, in die Tiefe des menschlichen Wesens vorzudringen und nach jenem ewigen Teil im Menschen zu suchen, welcher keinen Begrenzungen unterliegt.
Wer diesen Teil in sich, das Atman, die Seele vollkommen verwirklicht, sich mit ihm verbindet, kann sich von den Fesseln der Bedingtheit, der Begrenztheit lösen. Das lehrt der Yoga schon seit vielen tausend Jahren. Deshalb sollte also der Yoga Schüler als erstes in einen stillen, gesammelten, Zustand, der jenseits aller Gedanken und Emotionen liegt gelangen.
Wenn wir bedenken, das der Yoga Schüler durch die Yogapraxis versucht immer tiefer in sein elementares, inneres Wesen vorzudringen, und wenn wir die lateinische Bedeutung des Wortes Emotion nämlich ,, emovere“ = herausbewegen, berücksichtigen, können wir erkennen, warum jede Form von emotionaler Beteiligung sich kontraproduktiv auswirkt, weil der Schüler ja durch die Yogapraxis versucht immer tiefer in sein ureigenes, inneres Wesen vorzustoßen.
Von allen überlieferten Quellentexten des Yoga beschreiben die Yoga Sutras des Patanjali , die etwa um Christi Geburt herum verfaßt wurden, am genausten worauf es in der Yoga Praxis ankommt und welche Hindernisse dem Suchenden möglicherweise begegnen können.
Trotzdem sind auch die Yoga Sutras nur ein Modell sind, das versucht sich dem Unbeschreiblichen, Grenzenlosen anzunähern und daher fordern den Menschen immer wieder zu eigener Betrachtung auf,. statt sie auswendig zu lernen und unhinterfragt zu übernehmen.
Unter Yoga Münster können sie mehr über den Yoga erfahren.

Lars Rimböck  
lars_rimboeck@yahoo.com




 

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