Es gibt im Wesentlichen zwei wichtige Gründe, warum einem Menschen Zahnimplantate eingesetzt werden: Der eine Grund ist ästhetischer Natur. Eine ganze Reihe von Menschen empfindet Zahnlücken im sichtbaren Mundbereich als ästhetisch nicht vorteilhaft. Diesen Menschen können Zahnimplantate dazu verhelfen, wieder ein lückenloses Gebiss zeigen zu können. Zahnimplantate können aber auch über ihre ästhetische Funktion hinaus Vorteile bringen und beispielsweise einen Fehlbiss korrigieren.
Zahnimplantate bestehen in der Regel aus den eigentlichen Implantaten, die fest im Kieferknochen verankert werden, und aus der künstlichen Zahnkrone, die den sichtbaren oberen Teil des künstlichen Zahnes bildet. Dies ist der grundsätzliche Aufbau der Zahnimplantate im Mund des Patienten, wobei sich allerdings beispielsweise die für die Zahnimplantate verwendeten Materialien unterscheiden. In den Kieferknochen implantiert werden in der Regel Schrauben- oder so genannte Zylinderimplantate. Sie existieren in unterschiedlichen Größen und Formen, sodass sich in der Regel genau für den Kieferknochen des jeweiligen Patienten geeignete Implantate finden lassen. Sie werden beispielsweise aus Reintitan gefertigt, da bisher keine allergischen Reaktionen bekannt sind, die durch Reintitan ausgelöst werden. Als Materialien für die aufzusetzende Zahnkrone als Bestandteil der Zahnimplantate werden etwa Materialien wie Gold oder Keramik gewählt. Als potenzieller Patient, dem Zahnimplantate eingesetzt werden sollen, können Sie mit dem behandelnden Arzt über die Materialauswahl sprechen, um sich so ein genaues Bild davon zu machen, wie Zahnimplantate für Sie aussehen können.
Heute können moderne Verfahren den behandelnden Arzt bei den Vorbereitungen vor dem Einsatz der Zahnimplantate ebenso unterstützen wie beim Eingriff selbst. So kann manch ein Arzt auf die so genannte dreidimensionale Diagnostik zurückgreifen, bei der ihn der Computer dabei unterstützt, möglichst gut für den Kieferknochen des jeweiligen Patienten geeignete Implantate zu wählen, damit die Zahnimplantate nach dem Eingriff möglichst gut und fest sitzen. Sollte das Gewebe des Kieferknochens nicht ausreichen, um Zahnimplantate zu implementieren, so kann heutzutage ein Sinus-Lift Stabilisator eingesetzt werden, bis Implantat und Knochen fest miteinander verbunden sind. Auf diese Weise kann es möglich sein, Zahnimplantate trotz eines eigentlich nicht ausreichenden Kieferknochengewebes einzusetzen, ohne zuvor weiteres Knochengewebe aufzubauen. Welche Methoden und Materialien für Zahnimplantate zum Einsatz kommen, muss jedoch im individuellen Einzelfall entschieden werden.
Norbert Eichler
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