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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : November 11, 2010 | Autor : olabart
Kategorie : Business | Bisher gelesen : 1196

  
Die zunehmende Angst der Arbeitnehmer, auch als Akademiker in den Zeiten leerer Auftragsbücher etwa zum Ernteeinsatz oder Straße kehren gezwungen zu werden, ist im Normalfall völlig unbegründet. So richten sich auch die Einsatzgebiete eines Zeitarbeiters in erster Linie nach seiner tatsächlichen Qualifikation. Sollte allerdings das entleihende Unternehmen den Leihmitarbeiter in unzumutbaren Tätigkeitsbereichen einsetzen wollen, sollte unbedingt Beschwerde eingelegt werden. Diese wird in der Regel auch erfolgreich sein.

Noch etwas ist nicht zwingend hinnehmbar, das Pendeln wider Willen. Hier müssen vertraglich vereinbarte Einsatzgebiete eingehalten werden. Wer also eindeutig im Arbeitsvertrag einen regionalen Einsatz festlegt, darf folglich auch nicht überregional verliehen werden. In diesem Fall darf der Arbeitnehmer den Einsatz ablehnen.

Die meisten Zeitarbeiter hoffen mit jedem neuen Arbeitsplatz in ihrer Entleihfirma auf eine nachfolgende Festanstellung im Unternehmen, keine Frage. Doch dieses moderne Märchen wird in den seltensten Fällen tatsächlich wahr. Auch wenn die Zeitarbeit für viele Arbeitnehmer als Sprungbrett aus der Arbeitslosigkeit, hin zum festen Anstellungsverhältnis gilt, ist die Wahrscheinlichkeit der Übernahme in den meisten Fällen mehr als gering. Ein nicht unwesentlicher Grund gegen eine erhoffte Festanstellung ist die Tatsache, dass viele Zeitarbeitsagenturen bei Übernahme des Leiharbeiters eine Vermittlungsprovision in Höhe mehrerer Monatsgehälter verlangen. Das macht die dauerhafte Anstellung für ein Unternehmen nicht gerade attraktiv.

Neben so manchen, mehr oder weniger berechtigten Kritikpunkten, hat die Zeitarbeit aber auch absolute Gewinner hervorgebracht – die Langzeitarbeitslosen. Sie finden hier, nach längeren Erwerbspausen, ein geeignetes Mittel, wieder in den Arbeitsprozess aufgenommen zu werden und damit die Beschäftigungschancen merklich zu erhöhen. So können auch neue Qualifikationen hinzugewonnen und das Tätigkeitsfeld erweitert werden.
Doch wie verhält es sich, wenn der Arbeitnehmer nicht die erforderlichen Leistungen im Leihunternehmen erbringt? In diesem Fall kann die Firma bei der Zeitarbeitsagentur zwar einen Austausch gegen einen besser qualifizierten Kollegen verlangen, für das eigentliche Arbeitsverhältnis bleibt dieser Umstand allerdings zunächst eher unrelevant. Erst wenn krasse Verstöße in Form von Beschimpfungen, Unpünktlichkeit oder Arbeitsverweigerung vorliegen, können ernste Konsequenzen die Folge sein. Das bedeutet nach einer fruchtlosen Abmahnung unter Umständen sogar die fristlose Kündigung.

Die Zeitarbeit gilt im Bereich der Personaldienstleistungen, entgegen ihres immer noch zweifelhaften Rufes, grundsätzlich als ein möglicher Weg aus der Arbeitslosigkeit, hin zu einer dauerhaften Beschäftigung. Zwar ist es zunächst eher ein schmaler Steg statt einer breiten Brücke, dennoch ist die Zeitarbeit ein geeignetes Hilfsmittel mit guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen.




 

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