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Im Titel In der Beschreibung     Erweiterte Suche
Veröffentlicht : January 29, 2010 | Autor : roman1002
Kategorie : Medien | Bisher gelesen : 861

  
Wenn man zu Beginn eines Semesters auf die Universität kommt sind zwei Dinge auffällig. Ein haufen Leute machen unwissende Gesichter, weil sie noch keinen Durchblick haben wie das Leben auf einer Uni funktioniert. Zwischendrin schwirren dann freundlich lächelnde Menschen die Stapelweise Zeitungen verteilen. In derartigem Trubel ist man als junger Student geneigt das Gratisblatt in die Hand zu nehmen, damit man sich wenigstens an irgend etwas festhalten kann. Die freundlich lächelnde Person, die einem das Blatt gereicht hat lädt in folge gleich noch zu einem unverbindlichen Gespräch bei. In dessen Verlauf wird auf die Vorzüge dieser oder jener Zeitung hingewiesen und gleich zum testen ein Gratisabo angeboten. Wie bitte? Gratis? In der Tat ist der Vertrieb von kostenlosen Abonnements ein lukratives Geschäft für Zeitungen.

Erstens sind kostenlose Zeitungsabos eine gängige Möglichkeit zusätzliche Rezipienten in Kontakt mit einer Zeitung zu bringen. Dadurch sollen latente Zielgruppen angesprochen werden. Die tatsache, dass das Produkt kostenlos ist vermietelt dem potenziellen Leser das Gefühl von Risikofreiheit. Letzteres zurecht, da die Probeabos meistens nach drei bis vier Wochen von selber auslaufen.

Zweitens sind auch Rezipienten die nur ein Gratisabo beziehen Leser. Das bedeutet, dass sie genauso wie jemand der ein Jahresabo bestellt als Werbewirksame Kunden gelten. Dazu muss man wissen wie sich die meisten Tageszeitungen finanzieren. Auf der einen Seite gibt es Einnahmen aus dem Verkauf von Zeitungen und Abonnements. Darüber hinaus wird aber auch noch ein erheblicher Teil der Einnahmen mit Werbebudgets lukriert. Bei der Werbung verkauft das Medium die Aufmerksamkeit der Leser und Leserinnen an Agenturen oder Firmen weiter. Umso mehr Rezipienten, desto mehr Werbeeinnahmen. Folglich refinanzieren sich Gratisabos durch die Werbeeinnahmen.





 

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